stgeorg
Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Königreich zum andern. Er ließ keinen Menschen ihnen Schaden tun und wies Könige zurecht um ihretwillen:
»Tastet meine Gesalbten nicht an, und tut meinen Propheten
kein Leid!«.
  Ps 105,13-15

Thailand und Burma


01. März 2013

Liebe Geschwister, ich bin letzten Freitagmorgen sehr müde von meiner Missionsreise nach Thailand und Myanmar (Burma)zurückgekommen . Es war sehr heiss, um die 40 Grad und schmutzig, an vielen Orten speziell in Yangon, doch war es sehr interessant. Man merkt, dass diese Völker nachkommen. Ich musste ihnen immer wieder erklären: Gott hat Europa und Amerika gesegnet. Aber jetzt wo viele Atheisten geworden sind, sieht man wie der Westen untergeht und der Osten aufsteigt. Man muss nicht sehr geistlich sein um zu sehen, dass eine Verschiebung des Reichtums  kommt. Ich habe Leute aus Europa getroffen die jetzt dort arbeiten oder Geld investieren.
Unsere Leute sind so verweichlicht während diese Leute voller Kraft sind und gewohnt, einfach zu leben.

Das Evangelium
ist in diesen Ländern frei, aber es hat wenig Arbeiter. Viele Thai Christen rennen dem Geld nach, der Materialismus kommt mit all seinen guten und schlechten Seiten. Die Kirchen in Thailand sind unter dem Schutz des Königs. Die Freikirchen sind die Kirchen in diesen Ländern, so wenn man evangelisiert bekommt man nicht das Wort "Sektierer" zu hören. Die Menschen sind offen, wir müssen sie erreichen bevor sie wie der Westen dem Materialismus verfallen sind. Oft sind die Kirchen riesige Gebäude, unsere Kirchgebäuden sind dagegen Miniaturen. Diese Gebäude sind durch Spendengelder gebaut worden vom Westen, müssen unterhaltet werden, so werden manchmal Zimmer oder Teile des Gebäudes vermietet an Buddhisten. Was macht ein Buddhist, wenn er eine Wohnung hat?, er baut einen Altar auf für Buddha. Und so kommen die Götzen auf den Boden der Kirche.

Auch in Yangon, Burma konnte ich viel mit Leuten reden und Traktate weitergeben, noch mehr fast als in Thailand. Ich wünsche mir jeder von euch könnte diese Länder mal besuchen. Überall sind Kirchen, daneben vielleicht eine Pagoda (Tempel) und in der Nähe eine Moschee.
Wegen der Hitze sind die Fenster immer offen, so können die Leute draussen alles irgendwie mitverfolgen was innen in den Kirchen geschieht und gepredigt wird. Auch in Burma herrscht grosse Freiheit, Christen werden in Burma nicht verfolgt, wer so etwas sagt, der lügt.
Burma und Thailand sind 2-3 mal grösser als Deutschland und haben ca. je 40-60 Millionen Einwohner. Was ist das Problem? Burma war von den Engländern besetzt. Als sie wegzogen haben zwei Kantone, die Kachin und Karen gegen die Regierung gekämpft für ihre Unabhängikeit. In diesen zwei Kantonen sind die meisten Leute Christen. So kann man sagen, dass die Christen seit Jahrzehnten Krieg führen gegen die Regierung.
Traurig: irgendwelche Leute haben sie irregeführt, so dass sie meinen sie müssen Krieg führen gegen die Gottlosen. Die Bibel sagt ganz etwas anderes. Es ist mir wieder klar geworden, wie wir von Missionswerken und Hilfswerken betrogen wurden. Warum haben sie uns nicht gesagt, dass das Problem die Christen sind, die gegen ihre Regierung kämpfen?
Wer das Schwert in die Hand nimmt, wird vom Schwert getroffen werden.
Es gibt jetzt Friedensgespräche und man kann beten, dass die Christen endlich zur Vernunft kommen.

In Asien trifft man unzählige Touristen aus dem Westen. Junge Leute mit ihren Rücksäcken, alte Leute die kaum laufen können gehen von Tempel zu Tempel und nehmen sogar den Bus und fahren 10 Stunden nach Norden, um noch mehr Tempel zu sehen. Ich habe heute gedacht, wie gefangen Christen sind in ihren Aengsten. Man würde meinen die Welt hört auf an den Grenzen Europas auf, weiter draussen sind Löwen, Schlangen, Gefahren. Während die Welt jung und alt einfach losgehen auf der Suche nach Abenteuer, bleiben viele Christen in ihren Häusern und Gemeinden unter sich. Wir reden und singen von Freiheit aber ich habe den Eindruck viele sind weniger frei als die Welt. Viele haben ihre Spontanität verloren, denn alles ist unter der Kontrolle von der Leiterschaft. Viele denken, sie können nichts machen ohne die Unterschrift vom Pastor. Andere wieder meinen Gott muss persönlich zu ihnen reden und vergessen, dass Er vor zweitausend Jahren gesagt hat: geht hin! und dass Er auch annimmt, wir haben einen gesunden Menschenverstand. Und so werden unzählige weiterhin verloren gehen, weil so wenig Christen bereit sind ihre Gefängnisse zu verlassen.

Ich hatte viele Begegnungen und ich vertraue dem Herrn für die Frucht. Als ich nach diesen vier Wochen wieder nach Hause kam, bekam ich einen Brief vom Vorstand der Gemeinde welche ich seit zwei Jahren besuche.
Mit vielen Worten haben sie mir klar gemacht: entweder ich schweige oder ich gehe.
Ich bin gegangen. Der Herr führt uns in die Freiheit und nicht in ein Gefängnis.

Heute habe ich in Zürich gesungen und gepredigt. Viele haben zugehört. Es ist nicht wichtig wie Leute reagieren sondern dass wir tun was der Herr will.

Ich wünsche euch Mut und Kühnheit aufzustehen! Danke für alle Gebete und Unterstützung!

Liebe Grüsse, Catherine