Bateleur Eagle1
Micha sprach: So wahr der HERR lebt: Ich will reden, was der HERR mir sagen wird.
1.Kön 22,14

Und der Geist  2.11.12

Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Welt.   Aplg. 1,8

Liebe Geschwister, Amerika wurde vor ein paar Tagen durch diesen mächtigen Sturm „Sandy“ erschüttert. Der Schaden beläuft sich auf etwa 50 Milliarden Dollar. Das Ganze ist aber erst ein kleiner Anfang. Die Menschen dieser Welt werden in den nächsten Monaten und Jahren zunehmend erschüttert werden. Damit wir durch diese Zeit gehen können ohne durch-zudrehen brauchen wir eine grosse Portion „Feste Speise“, eine grosse Portion vom Wort und vom Geiste Gottes. Ich habe in meinem letzten Brief versucht zu zeigen, wie wir uns täglich mit dem Wort Gottes ernähren sollen und wie wir das Wort Gottes als Schwert gegen den Teufel und seine Dämonen brauchen können. Aber zum Wort Gottes gehört auch der Geist Gottes. Wort und Geist müssen immer zusammen gehen.

Viele haben immer noch Mühe mit dem Verständnis der Dreieinigkeit Gottes. Deshalb: In 1. Mose 1,2 lesen wir: „und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht“. Hier haben wir drei Personen: den Geist, Gott den Vater und das Wort Gottes, Jesus Christus. Gott sprach, die Welt wurde geschaffen durch das Wort. Johannes Evangelium 1,1-14: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist…..Und das Wort wurde Fleisch (Mensch) und wohnte unter uns (Jesus), und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“. Das ist die einfache Erklärung die wir mühelos verstehen sollten.

Wenn wir im Alten Testament die Propheten lesen fällt uns auf, dass der Geist Gottes nicht in den Menschen Wohnung hatte, sondern auf spezielle Menschen herunterkam. Darum konnten sie prophezeien, das Volk Israel führen, ermahnen oder andere wichtige Aufgaben ausüben. Der Geist Gottes sprach zu Abraham, Isaak und Jakob von aussen, Er wohnte nicht in ihnen. Der Geist Gottes kam auf Mose und er redete zum Volk Gottes. Wir lesen immer wieder: und der Herr redete mit Mose…und der Herr redete mit Mose…es war ein Reden von aussen. Wir lesen in Jesaja 61,1: Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat… Dieses Wort ist eine Prophetie für Jesus, aber es ist auch ein Wort für den Propheten selber. Ich möchte, dass ihr auf das Wort „auf“ achtet. Der Geist Gottes im AT kam „auf“ spezielle Menschen um einen Auftrag zu erfüllen. Joel 3,1…: Und nach diesem will ich meinen Geist ausgiessen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen. Auch will ich zur selben Zeit über Knechte und Mägde meinen Geist ausgiessen. Und ich will Wunderzeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut, Feuer und Rauchdampf…. Ich habe mich immer gefragt, was denn das Wort „und nach diesem“ bedeutet. Persönlich glaube ich, dass es bedeutet: nachdem Israel oder die Gemeinde Busse getan haben. Wann ist dieses Wort zum ersten Mal in Erfüllung gegangen? Als der Geist Gottes an Pfingsten auf die Jünger fiel und dadurch viele Menschen Busse getan und Jesus angenommen haben. Am Tag als die Gemeinde geboren wurde, ist Joel 3,1 geschehen. Das lesen wir in Apstg. 2,16-21. In dieser Prophetie hiess es noch: „Es wird Zeichen geben im Himmel und auf Erden: Blut, Feuer und Rauchdampf. Die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe der schreckliche Tag des Herrn kommt“. Ist das alles über Pfingsten geschehen? Nein. Warum nicht? Weil diese Prophetie am Ende der Zeit vollkommen in Erfüllung gehen wird; spätestens in den letzten dreieinhalb oder sieben Jahren in einer Zeit von grosser Not. Noch etwas: Es heisst: Gott wird ausgiessen seinen Geist auf alles Fleisch.., ich weiss nicht, ob die Übersetzung stimmt, auch wenn es wirklich stimmt, was ist damit gemeint? Wäre der Geist Gottes am Pfingsten über alles Fleisch gefallen, dann wären ja alle Menschen und zuerst mal die Israelis Christen geworden. Auf wen ist der Geist wirklich gefallen? Auf die Apostel und Menschen die mit ihnen im Gebet waren. Der Geist Gottes wird niemals auf alle Menschen fallen, sonst würden ja alle Menschen Christen, was niemals der Fall sein wird, sondern der Geist Gottes wird in den letzten Jahren auf die Jünger Jesu fallen! Wenn Gott sagt „auf alles Fleisch“ meint Er Seine Gemeinde, auf die Juden-Christen und Heiden-Christen. Warum? Weil wir es sehr nötig haben werden! Aber haben wir denn nicht schon den Heiligen Geist???

Gehen wir zum Neuen Testament. Der Geist Gottes kam auf Jesus wie eine Taube und Jesus fing an mit seinen grossen Zeichen und Wundern zu wirken. Die Apostel und andere Leute waren täglich mit Jesus, sie haben sogar das Evangelium von Dorf zu Dorf gebracht, haben Kranke geheilt, auch Dämonisierte frei gesetzt. Sie haben alles Mögliche geleistet und das alles vor dem Pfingsten. Wenn wir ehrlich sind haben die Apostel vor Pfingsten fast alles getan, was sie auch nach Pfingsten getan haben. Die meiste Christen heute würden vor einem Dämonisierten davon rennen und für die Kranken würden sie gerne einen Spezialisten suchen. Die 70 Jünger Jesu haben vor Pfingsten alles Mögliche getan. Unglaublich. Was war der Unterschied vor Pfingsten und nach Pfingsten? Könnt ihr euch noch an den Vater erinnern, der seinen Sohn zu den Jüngern brachte damit sie ihn freisetzten und es gelang ihnen nicht? Was sagte Jesus? Oh, du ungläubiges und verkehrtes Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Matth. 17,17 Zu wem sagte Jesus dieses Wort? Zu seinen Jüngern. Mal waren sie voll Glauben, begeistert, mal voll Un- und Kleinglauben. Was ist passiert als Jesus verhaftet wurde? Alle sind davon gerannt, Petrus hat ihn verleugnet, etc. und voll Angst haben sie sich in ein Haus zurückgezogen.

Apostelgeschichte: Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der „auf euch“ kommen wird und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem, ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Bitte achtet wieder auf das Wort „auf“. Die Jünger waren in dieser Zeit wiedergeboren, sie glaubten an Jesus, der Heilige Geist wohnte in ihnen aber jetzt kam der Heilige Geist „auf“ sie. Viele Christen, wenn sie Apostelgeschichte 2 lesen, denken nur an das Zungenreden. Die Gemeinde Jesu hat ca. zweitausend Jahren über das Zungenreden gestritten, aber in diesen Versen geht es um mehr. Könnt ihr mir bitte eine Person zeigen, die das Zungenreden hat und auf den Strassen in Zungen predigt, so dass irgendwelche Leute sich bekehren? Wir haben in der Schweiz fast alle Nationalitäten, könnt ihr mir jemanden zeigen der in seiner Zungensprache predigt, so dass Tausende sich bekehren? Ich kenne unzählige Christen die das Zungenreden haben aber schwach sind, sich kaum wagen ein Wort zu sagen. Warum? Weil das was über Pfingsten vor zweitausend Jahren geschehen ist einmalig war und am Ende der Zeit wieder geschehen wird, weil wir es brauchen werden. Was ist passiert mit den Aposteln nach Pfingsten? Sie waren nicht mehr Angsthasen sondern bereit für Jesus zu sterben und sie erlebten auch mehr Zeichen und Wunder. Ihre Schatten, ihre Schweisstücher haben Menschen geheilt. Alle Apostel ausser Johannes und natürlich viele vom Volk Gottes sind singend in den Tod gegangen, so dass manchmal ihre Peiniger sich selber bekehrten. Die Apostel und ersten Christen brauchten diese besondere Erfahrung, weil sie die Ersten waren. Das Evangelium war nirgendwo, sie waren die Ersten. Heute können wir in jedes Land gehen, das Evangelium ist dort, auch wenn die Gemeinde schwach und lau ist. Die letzte Gemeinde wird genau dieses „auf euch“ brauchen.

In dem Moment, wo ein Mensch sich zu Jesus bekehrt, wohnt der Heilige Geist in ihm und befähigt ihn das Wort Gottes zu predigen, zu beten, etc. Wenn der Christ nach mehr hungrig ist wird er getauft mit dem Heiligen Geist nicht nur einmal sondern immer wieder. Einige bekommen die Taufe direkt mit ihrer Bekehrung, andere später. Während die Apostel gepredigt haben, ist schon der Heilige Geist gefallen. Die Menschen hörten, haben geglaubt und wurden getauft mit Wasser aber auch mit dem Geist. In Apostelgeschichte 19,1-6 lesen wir, dass einige Jünger noch nicht getauft waren, weder mit Wasser noch mit dem Geist, aber dies erlebten nachdem Paulus Hände auf sie legte. Ich kann mich an eine Schwester aus einer Evangelikalen Gemeinde erinnern. Sie fragte mich, ob ich einmal für sie beten kann, dass sie erfüllt wird mit dem Geist Gottes. An einem Tag habe ich sie und eine andere Schwester gelehrt, dass wir den Geist Gottes empfangen durch den Glauben, gemäss dem Wort Lukas 11, 9-13, dann habe ich ihr die Hände aufgelegt und sie wurde getauft. Als sie uns Tee machen wollte merkte sie, dass sie noch zittert von der Kraft Gottes.

Wie viel Heiligen Geist bekommst du? Soviel du willst und soviel du brauchst. Jemand legt dir Hände auf oder du bittest den Herrn im Glauben und bekommst mehr vom Geist Gottes. Was machst du damit? Wirst du das Evangelium predigen, für Kranken beten, Gebundene freisetzen, dann wird der Geist Gottes in dir zunehmen. Doch wirst du auf dem Sofa sitzen und deine Gefühle geniessen, so wird dieser Fluss in dir austrocknen weil du ihn nicht brauchst, so einfach ist es. Wir sehen in der Bibel, dass die Jünger Jesu vor Pfingsten schon fast alles getan haben was ein Christ tun sollte. Sie sind von Dorf zu Dorf gegangen, haben gepredigt, sie haben für die Kranken gebetet und viele, nicht alle, sind gesund geworden. Sie haben Dämonen ausgetrieben auch wenn sie dabei nicht immer Erfolg hatten, sie haben getan was ein Christ heute tun sollte. Wie viele von euch tun das alles? Wie oft warst du an einer Konferenz oder einem Seminar und jemand hat dir die Hände aufgelegt und du wurdest erfüllt mit Freude? Aber nach ein paar Tagen war alles weg und du dachtest, du musst wieder in eine Konferenz gehen, um das zu erleben - aber wozu denn? Warum erleben so viele nicht den Herrn? Weil sie nicht tun, was sie tun sollten. Wenn die Jünger vor Pfingsten alles getan haben, warum kannst du nach deiner Taufe mit dem Geist Gottes nicht mindestens das alles auch tun?

Ich habe vor einigen Jahren eine Vision gehabt. Der Heilige Geist hat mich um die ganze Welt gebracht, von Nation zu Nation. Während das alles gelaufen ist, bin ich mehrmals getauft worden mit dem Heiligen Geist. Warum? Weil ich es brauche. Als ich meine Reisen anfing hatte ich diese Vision vergessen und mich erst einige Jahre danach erinnert, dass ich ja das mache, das geschieht was ich in jener Vision gesehen und erlebt habe. Und so erfahre ich, dass etwas in meinem Leben zunimmt. Du wirst immer wieder getauft, wenn du es brauchst.

Das Erlebnis das die 120 Glaubenden an Pfingsten hatten als der Geist mit Feuerzungen und Zungenreden auf sie kam, dass die Leute um sie herum sie verstanden, war einmalig und diese Kraft und dieses Feuer wird nochmals auf die Jünger Jesu in den letzten Jahren der Weltgeschichte fallen. Für die zweitausend Jahre dazwischen hast du alles bekommen um die vorbereiteten Werke Gottes zu tun. Hast du Hunger und Durst nach mehr? Dann sei treu in kleinem. Mache das was vor dir ist. Obwohl ich für die Schweiz bete, obwohl ich in der Schweiz evangelisiere und die Gebetsmärsche im Ausland mache bin ich mir nie zu Schade eine Schwester oder einen Bruder zu besuchen die krank sind oder schwach im Glauben. Das ist sehr wichtig. Sobald du meinst, du bist nur für Höheres berufen, du hast keine Zeit für so etwas, dann stimmt etwas nicht in deinem Herzen. Ich habe nie den Sinn für das Kleine verloren, denn das ist der beste Schutz gegen Stolz.

Als ich mal in Zürich mit ein paar Geschwistern sieben Tage Gebetsmarsch gemacht habe, ist mir aufgefallen, dass ein Bruder nicht genug warm angezogen war (er hatte kaum Geld), so habe ich ihm eine warme Jacke und Hose gekauft obwohl wir selber knapp waren. Vor 2-3 Jahren kam eine Schwester mit uns die eine zerrissene Jacke hatte. Ich habe ihr im Ausverkauf eine Jacke gekauft. Was ist passiert? Eine andere Schwester, die mir hie und da mal einen Bazen zusteckte, hatte das gesehen und mir von da weg nie mehr etwas gegeben. Warum erzähle ich das? Nicht um mich herauszuheben, sondern weil das alles, das so unwichtig scheint, sehr viel mit Geistlichkeit zu tun hat. Du wirst die Herrlichkeit Gottes nie sehen und es in der Zeit die kommt kaum schaffen wenn du nicht endlich deine Augen öffnest und merkst, um was es wirklich geht. Schätze die kleinen Dinge. Das alles hat sehr viel mit dem Wort und mit dem Geist zu tun.

Lieber Bruder, liebe Schwester, was ist die Vision für dein Leben? Wenn du alt bist, wartest du vielleicht auf das Grab, wenn du in der Lebensmitte stehst freust du dich auf deine Kinder und Grosskinder und wenn du jung bist freust du dich darauf einmal zu heiraten und eine Familie zu gründen. Das ist alles gut, aber ist das alles? Ich warte täglich, dass der Heilige Geist „auf mich“ kommt, denn dann wird es so sein wie Gott persönlich auf der Erde wandelt. Ich brauche es, um das zu tun zu was Gott mich berufen hat. Vor ein paar Jahren hatte ich einen Traum: ich sah weit weg hohe Berge. Plötzlich löste sich ein riesiger Fels von einem Berg und fiel auf den darunter liegenden Berg. Das hat eine unglaubliche Detonation ausgelöst, ein kleiner Stein flog knapp hinter mich. Er hätte mich töten können. In dem Moment sah ich mich selber und ich sah wie der Heilige Geist wie eine Taube auf mich kam. Es war herrlich, himmlisch. Auf das warte ich, nicht passiv sondern sehr aktiv, aber immer aus der Ruhe Gottes heraus. Jemand sagte mir, ich solle diesen Traum nicht erzählen, es mache stolz. Wenn ein Amerikaner so einen Traum hätte, hättest du ihm applaudiert. Ich will, dass du Hunger bekommst nach mehr. Was ist deine Vision?

Ohne Vision geht mein Volk zugrunde. Hosea, 4,6

Catherine Hafner, eine Magd Jesu Christi