Bateleur Eagle1
Micha sprach: So wahr der HERR lebt: Ich will reden, was der HERR mir sagen wird.
1.Kön 22,14

Missbrauch  7.12.10

Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet. Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, damit ich Christus gewinne. Phill. 3,7-8

Wir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes Geschäfte machen; 2. Kor. 2,17

Liebe Geschwister, bevor ich in mein Thema gehe will ich noch auf ein paar Sachen aufmerksam machen. Vor über einer Woche musste ich hören, dass eine Schwester Selbstmord begangen hat, drei Tagen später hörte ich dass ein Pastor Selbstmord gemacht hat und vor ein paar Tagen musste ich lesen, dass ein Jugendpastor in Amerika den Jungen in der Gemeinde sagte: "Solltet ihr Selbstmord machen, müsst ihr wissen, dass ihr trotzdem in den Himmel geht!!!". Entschuldigung, aber im Himmel gibt es keine Mörder und Selbstmord ist Mord an sich selber. Selbstmord geschieht meistens nach jahrenlangem falschem Denken. Wenn du selbstmordgefährdet bist, suche dir Hilfe, bleibe nicht allein. Ich hatte in einem älteren Brief geschrieben, dass Selbstmord in der Welt aber auch in der Gemeinde zunehmen wird, weil viele Leiter die Türen weit geöffnet haben für die Mächte der Finsternis.

In den letzten Tagen gehen viele E-Mails herum über die Entrückung, dass sie bevorstehe. Paulus sagt in 2. Thessal. 2,3....Lasst euch von niemandem verführen, in keinerlei Weise; denn zuvor muss der Abfall kommen und der Mensch der Bosheit offenbart werden, der Sohn des Verderbens.... Ich habe in meinem Brief "Entrückung" genug darüber geschrieben. Bereitet euch auf Verfolgung und schwierige Zeiten vor. Wer täglich im Gehorsam lebt ist so wieso vorbereitet auf die Entrückung. Die Frage ist nur, wie viele leben in Gehorsam? Nicht viele.

Seit einiger Zeit werden Zettel unter Christen verteilt über verschiedene wichtige und aktuelle Themen. Diese Schriften sind vom Verein "Bürger für Bürger" www.freie-meinung.ch. Die Sache an sich wäre gut aber wer steckt dahinter? Unterschrieben ist es von einem Dr. Markus Erb. Habt ihr mal die Sache vorsichtig gelesen? Z. B. über das "Pflichtfach Sexuallkundeunterricht-Quo vadis?" Erstens ist es sehr antisemitisch, die Juden sind wieder schuld und zweitens ist es antistaatlich. Es heisst: die Demokratie in der Schweiz wurde im 1950 abgeschafft. Herr Leuenberger wird als Ökofaschist gebracht. Was haben wir Christen mit so etwas zu tun? Ich bin mir nicht 100% sicher aber diese Schriften schmecken mir sehr nach Ivo Sacek und es wird mich nicht wundern, wenn er dahinten steckt . Hände weg von dieser Sache! Erstaunlich, dass es kaum noch Christen gibt mit Geistesunterscheidung. Blinde Blindeführer.

Ich habe in meinem letzten Brief über die Gier die ich in Nepal erlebt habe erzählt. Dass einige Leute meinen, wenn sie zu Jesus kommen werden sie Geld bekommen und vielleicht sogar nach Amerika oder nach Europa auswandern können. Ich denke, viele von euch haben nicht begriffen von was ich rede und so werde ich auch in diesem Brief einiges ans Licht bringen, denn der Herr hat Seinen Finger auf diesen Punkt gelegt und ich muss offen reden.

Das Christentum hat zu tun mit Erbarmen und Barmherzigkeit. Seit Jahrzehnten hat "das Scherflein der Witwe" vielen Armen, Hungrigen, Elenden geholfen und es wird weiterhin so bleiben. Aber es gibt Dinge die das Volk Gottes nicht kennt und es muss endlich bekannt werden. Das Geld vom Westen hat nicht nur Gutes bewirkt sondern auch sehr viel Streit und Uneinigkeit in den Leib Christi im Ausland gebracht.

Als ich vor einigen Jahren in Skopje war, habe ich den Pastor der Evangelikalen Gemeinde gefragt, wo die Pfingstgemeinde ist. Zu meiner Ueberraschung sagte er, dass er es nicht weiss. Als ich seine Sekretärin fragte, sagte sie dasselbe. Es kam mir sehr komisch vor. In einer kleinen Stadt und man kennt sich nicht? Der Verdacht kam mir, dass sie es mir nicht sagen wollten, weil sie Angst haben, ich könnte den anderen Geld bringen oder irgendwelche Hilfe. Ich dachte, das sei mein falsches Denken. Aber später als ich mit einem Leiter von einem Hilfswerk, welches diesen Pastor und diese Gemeinde unterstütten, sprach, hat er meinen Eindruck bestätigt und gesagt: sie kennen das Problem! Jetzt ist meine Frage: wenn wir das Problem kennen, warum bringen wir nicht Korrektur? Wenn diese Leute Hilfe wollen, dann müssen wir sie zusammenbringen und Bedingungen stellen, z.B. wir erwarten, dass die Pastoren in der Stadt wenigstens einmal pro Monat sich treffen, austauschen, zusammen beten und entscheiden wie sie ihre Stadt zusammen erreichen wollen! Ist das zuviel verlangt? Es scheint so. Ihr habt keine Ahnung wie der Zustand der Gemeinde in vielen Ländern ist. Jeder Pastor baut sein Reich, keine Zusammenarbeit und jeder hat natürlich seine Partnerschaften im Westen, welche ihn unterstützen. So hat er auch kein Interesse, dass andere Teil haben an seinem Kuchen. Herr erschüttere uns so, dass wir nicht wissen wo oben und wo unten ist!

Gehen wir weiter. Vor ein paar Jahren war ich in meinem ersten islamische Land. Ein lieber Pastor in einer Provinz hatte einige Evangelisten eingeladen und wir durften ihnen dienen. Ich musste die meiste Zeit weinen. Wenn ich die Gesichter dieser Männer und ihren Frauen sah, ihr hartes Leben, sie waren sehr arm! Dann kam ich allein in die Hauptstadt und traf zwei Glaubensbrüder, die durch Fernsehen das Evangelium bringen. Sie haben mir dann die Augen geöffnet für den Zustand der Gemeinde. Irgendein Pastor oder mehrere haben viel Geld bekommen vom Ausland. Sie wussten nicht was machen mit dem Geld, so haben sie andere Pastoren eingeladen in einem Nachbarland Ferien zu machen; in Luxus Hotels um so das Geld zu verpulvern. Warum konnten sie das Geld nicht gebrauchen? Ganz einfach, in diesen Ländern kannst du keine Kirche bauen, die bestehenden werden zugemacht. Du kannst auch nicht offiziel als Kirchliches Werk Armen helfen, es ist verboten von der Regierung. Das Land hat 60% Arbeitslose. Ich traf Schwestern von Mutter Teresa und fragte, ob sie etwas machen können für die Armen in der Hauptstadt. Sie sagten mir, die Regierung verbietet es.

Jetzt: warum haben diese Pastoren das Geld nicht an diese vielen, armem Evangelisten weitergegeben? Warum haben sie es nicht als Kleinkredit an die Tausenden von Christen gegeben? Und wer könnte sie hindern einmal jemandem auf der Strasse ein Essen zu zahlen?

Der eine von diesen zwei Brüdern wurde zu einer Konferenz nach Amerika eingeladen. Zuerst haben sie ihn in ein Hotel für 200.- Dollar die Nacht gesteckt. Als alle Konferenzsprecher kamen haben sie alle in einem Hotel für 1'000 Dollar die Nacht gewohnt.

(Ihr wisst sicher, dass bekannte FernsehpredigerInnen eher in Hotels wohnen für ca. 10'000.- Dollar pro Nacht). Obwohl sie während der Konferenz Millionen gesammelt hatten, haben sie ihn mit ein paar wenigen Dollars nach Hause geschickt. Er sagte mir: hätten sie mich doch in ein einfaches Hotel gebracht und mir dafür das Geld gegeben, dass ich etwas für mein Volk machen kann. Dieser Bruder gehört zu denen welche die Gemeinde in seinem Land zur Busse ruft. Wir leben in der Illusion, dass dort wo Verfolgung ist, die Gemeinde besser dran sei. Es ist nicht so. Verfolgung kann dich näher zum oder weiter weg vom Herrn bringen. Auch in diesen Ländern gibt es Weizen und Spreu; und Irrlehren sowieso. Ich habe in Nepal eine Schwester getroffen, die mir sagte, ihre Gemeinde habe nicht nur den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist sondern auch die Mutter gemäss Gal. 4,26!

In der Gemeinde Jesu geht es zu wie in der Welt. Korruption, Missbrauch von Geldern, etc. etc. wen kümmert es schon? In der Zeit von Wohlstand hat es uns nicht gekümmert, aber bald wird es uns sehr interessieren. Ich habe im Iran einen Geschäftsmann kennengelernt. Er ist zuständig für die Geschäftsbeziehungen zwischen Iran und Uganda. Zusammen mit Kirchen aus England baut er Waisenhäuser in Uganda, Kenia, etc.; er hat ein Projekt vorbereitet für Uganda. Als der Minister den Ordner in die Hand nahm, meinte er: was springt für mich heraus? Das wirst du in dem Film "Transformation" nicht sehen. Dort heisst es höchstens, dass viele oder alle Minister in Uganda Christen sind. Ich hoffe, dieser Minister ist kein Christ. In Kenia hat ein Pastor immer nach Geld gefragt: die Kinder brauchen das, die Kinder brauchen das andere....eines Tages war der Pastor mit dem Geld das die Organisation geschickt hatte verschwunden.

Könnt ihr euch an die Unruhen vor ein paar Jahren in Kenia erinnern? Da gab es Bürgerkrieg.

Einige Monate vorher hatte ich im Internet ein kurzes Video gesehen über Strassenkinder. Ein amerikanisches Werk hatte ein Ehepaar in Kenia gefunden, das für diese Kinder sorgte. Dieses Ehepaar musste immer von weit weg kommen und die Schwester sagte: die Pastoren und die Gemeinde sind auf der andere Seite der Stadt, wo die Reichen sind, sie kümmern sich nicht um diese Kinder, sie fahren lieber in ihren Limousinen. Als ich das hörte, dachte ich mir: es wird mich wundern wie lange es noch dauern wird, bis das Gericht kommt. Kurz danach war Bürgerkrieg. Der Herr sieht alle Ungerechtigkeit. Es gibt soviel Ungerechtigkeit in der Gemeinde Jesu, es weint der Himmel. Warum gibt man überhaupt die Gelder an Pastoren, damit sie mit Limousinen herum fahren und so den Eindruck vermitteln, es gehe nur um Geld? Warum gibt man nicht wenigstens einige Brosamen an Evangelisten welche die harte Arbeit tun? Wisst ihr, es ist mir in letzter Zeit wieder klar geworden, dass die welche die Arbeit effektiv tun, gar nichts oder kaum etwas haben von allem was im Leib Christi gesammelt wird!

Den Betrügern im Leib Christi wird applaudiert, sie predigen in Hallen, füllen ihre Tasche und gehen. Joyce Meyer kam vor ein paar Monaten nach Basel, hat dreimal gepredigt, hat ca. 600'000.—Franken genommen und ist gegangen. Was hat Joyce Meyer für die Schweiz gemacht? Nichts, weniger als nichts, sie predigt Positives Denken. Ich habe kürzlich eine Frau auf der Strasse getroffen, die seit Jahren Joyce Meyer hört, aber diese Frau war immer noch nicht bekehrt. Wie sollte sie auch? Es ist doch so lustig, es ist einem so wohl so ein Evangelium zu hören. Die Gemeinde Jesu ist ein Dienstleistungsbetrieb geworden, sie verkauft alles - sogar Gebet!!! Gemeinde, wenn du nur wüsstest, was auf dich zukommt....

Warum meinen einige Leute in Afrika oder Asien, dass wenn man Christ wird Geld bekommt?

Früher wusste jeder, dass missionarische Arbeit Opfer verlangt, dass Missionare Menschen sind die vieles zurücklassen, die Opfer bringen um des Evangeliums willen. Gott sei Dank gibt es auch heute solche Leute aber wenn heute jemand in die Mission geht, dann sehen die Leute ein Missionswerk dahinter das Millionen zur Verfügung hat oder Millionen zusammenbringen kann. Es ist Zeit für Korrektur! Die Menschen in Afrika, Asien, etc. müssen erfassen, gelehrt werden, dass hinter der Hilfe Menschen sind die hart arbeiten, die nicht soviel Zeit für ihre Familie haben wie sie, die Opfer bringen damit den Menschen das Evangelium gebracht wird. Es liegt an den Missionswerken und Hilfswerken wirklich Ordnung zu bringen, Kleinkredite zu geben und so die Menschen aus Untätigkeit und Passivität herauszuholen. Gott ist der Gleiche in Afrika wie in Europa. Es ist wieder Zeit, dass die Vertreter von Missions- und Hilfswerken nicht als Manager auftreten sonder als demütige, bescheidene Arbeiter im Leib Christi, die nur Verwalter sind. Die guten Zeiten gehen zu Ende, Zeit für Korrektur.

In Nepal wie überall sind viele Missons-und Hilfswerke vertreten. Die Frage ist: von wie vielen Seiten bekommen die Leiter dort Hilfe? Einige Werke von der Schweiz helfen dort, dann kommen Gemeinden, Hausgemeinden, etc. also enorm viel nur von der Schweiz. Dann kommen die Werke und Gemeinden von Scandinavien, Europa überhaupt, Amerika, Australien, etc. und alle diese Werke arbeiten für sich, es gibt kaum Zusammenarbeit. So gibt es auch keine oder kaum Kontrolle. Es braucht Korrektur.

Vor ein paar Jahren ging ein Bruder nach Thailand in die Mission. Er und seine Frau bekamen fast Fr. 8'000.- Spenden pro Monat. Das in Thailand wo man mit ein paar hundert Franken leben kann. Der Bruder verbrachte sehr viel Zeit in Schweizer und oder Deutschen Clubs. Zuviel Sünde ist passiert, ich will gar nicht viel sagen. Die Ehe ging auseinander und der ganze Dienst zugrunde. Als ich ihn damals darauf aufmerksam machte, dass er das Volk Gottes betrüge, sprach er von Gnade. Es gibt keine Gnade ohne echte Umkehr.

Ich könnte noch mehr erzählen aber ich will nicht zu sehr schockieren.

Warum schreibe ich das alles? Damit wir erschrecken. Wir müssen erschrecken über unseren Zustand. Es gibt Evangelisten in der Schweiz die mit Fr. 3’-3'500.-. pro Monat leben und es gibt Leiter in Afrika die mit Limousinen herumfahren. Was wollen wir noch gegen die Abzocker in der Wirtschaft sagen? Ca. 45 Millionen Amerikaner haben schon zu wenig zum Essen, das bedeutet bald müssen wir den Geschwistern in Amerika Hilfe leisten, wenn wir selber noch in der Lage sind. Das bedeutet wir müssen vieles überprüfen.

Geschwister, wisst ihr was das grösste Problem für viele Missions-und Hilfswerke ist? Partner zu finden im Ausland, die nicht korrupt sind. Ich kann euch sagen, es ist das Schwierigste sogar in den Gemeinden unter den Christen. Wenn ihr für die Missions- und Hilfswerke betet, denkt daran. Es fehlt nicht so sehr an Geld, es fehlt an ehrlichen Partnern!

Vor einigen Jahren als ich in Pretoria war, habe ich ein Missionswerk besucht. Da stand an der Tür oder Wand so ungefähr: "wir leben von Spenden, so raubt nicht die Zeit von unseren Mitarbeiter!" Zuerst hatte es mich gestört aber dann habe ich den Sinn verstanden. Diese Leute haben es begriffen, darum sind sie auch sehr gesegnet und der Leiter Manasseh Gschwend hatte doch noch etwas Zeit mit mir genommen um auszutauschen.

Es geht in diesem Brief nicht gegen Missions- und Hilfswerke, auch nicht gegen Gemeinden. Es geht hier darum, dass wir den Mut haben gegen Missstände und Korruption aufzustehen, damit wir wieder glaubwürdig werden.

Ich möchte dem Herrn für alle tüchtigen und ehrlichen Mitarbeiter in Seinem Reich danken. Der Herr ist ein Belohner. Der Tag kommt, wo der Herr von den Einen alles wegnehmen wird um Denen zu geben, die Er als treu erfunden hat, weil Er weiss, Er kann ihnen vertrauen.

Denn die Zeit ist da, dass das Gericht anfängt im Hause Gottes. 1.Petrus 4,17

Catherine Hafner, eine Magd Jesu Christi