Bateleur Eagle1
Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen,
dass ich deinen Namen fürchte.

Ps 86,11

Supergeistlichkeit  14.03.08

Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet. Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger und Durst und Blösse und werden geschlagen und haben keine feste Bleibe und mühen uns ab mit unserer Hände Arbeit.
Man schmäht uns, so segnen wir; man verfolgt uns, so dulden wir’s, man verlästert uns, so reden wir freundlich. Wir sind geworden wie der Abschaum der Menschheit, jedermann Kehricht.

          1. Kor. 4,10,...

Liebe Geschwister,
in diesen Bibelversen sagt uns der Paulus, um was es im wahren Christentum wirklich geht: nämlich um Leiden, um Demütigungen, um Arbeit.

In den letzten 22 Jahren haben mir viele auf die Schulter geklopft und gesagt: Catherine, es ist gut was du machst, aber das ist nichts für uns, denn wir sind für etwas anderes berufen! Natürlich für etwas Höheres.

In den letzten 2 Jahren tönt es ein wenig anders: Catherine, wir sind auch so wie du, so prophetisch ... Eine Schwester hat mir sogar einmal geschrieben: ich bin auch so wie du aber eher apostolisch-prophetisch ... ich musste lachen. Was ist das? Siehst du das irgendwo in der Bibel? Das Wort Gottes sagt in Apostelg. 1,8: ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen um Zeugen zu sein ...

Wir alle ohne Ausnahmen sind berufen Zeugen zu sein! Bist du das, oder ist dir das zu wenig?
Der Heilige Geist in dir ist der Apostel, der Prophet, der Evangelist, der Lehrer, der Hirte. Das bedeutet, dass auch wenn du nicht zum fünffältigen Dienst berufen bist, du je nach Situation in diesen fünf Diensten wirken kannst. Jeder von euch kann eine Gruppe leiten, oder ein prophetisches Wort weitergeben, das Evangelium den Menschen bringen, andere lehren und so mehr. Was mich immer wieder wundert ist, dass viele meinen prophetisch zu sein aber keiner will evangelistisch sein. Dabei ist das die Hauptaufgabe jedes Christen: nämlich das Evangelium den Menschen zu bringen.

Warum hat Europa so viele Ausländer? Weil viele Schweizer und Europäer sich zu gut sind und waren um niedrige Arbeit zu tun! Das gleiche ist in der Gemeinde Jesu! Viele wollen Prophet sein, aber kaum jemand und sowieso nicht die „prophetischen Leute“ wollen die niedrigste aber schönste Arbeit tun, nämlich das Evangelium zu den Menschen bringen; das überlässt man gerne anderen.

Wenn du auf Toiletten wie im Coop- oder Migros Restaurant etc. gehst, wen siehst du da die Toiletten reinigen? Die Portugiesen, Afrikaner u.a. Siehst du eine Schweizerin? Nein, sie ist zu gut. So ist es auch in der Gemeinde. Es gibt eine Elite “la Creme de la Creme“, die ist nur für das Höhere.

In den letzten 22 Jahren habe ich im Leib Christi viele Damen und Herren getroffen, speziell hier in Winterthur sind sie gut vertreten, diese würden niemals Dreckarbeit tun. Speziell in den letzten 15 Jahren durch die Gabentests, prophetischen Seminare, Konferenzen, u.s.w.. haben wir faule und arrogante Menschen herangezogen. Ich staune immer wieder wie viel Zeit die Menschen haben, wie viel Kraft und wie viel Geld um von Versammlung zu Versammlung zu rennen. Aber halte sie ja nicht an, den Zehnten zu zahlen (du betrügst Gott), oder gar eine Arbeit zu tun: sie sind zu Höherem berufen!

Diese sogenannten Gabentests sind gar nicht biblisch. So haben wir Leute welche sagen: ich habe die Gabe der Gastfreundschaft, ich muss nicht das Evangelium bringen. Was für ein Quatsch! Dann haben wir die Prophetischen Seminare, jeder will ein Prophet werden. Wenn du in der Bibel von Prophetenjünger liest, dann waren es Männer die den Propheten Gottes gedient hatten. Sie haben für ihn gekocht, seine Wäsche gemacht, seine Toilette geputzt, für ihn alles erledigt und hie und da wurden sie auch gebraucht ein prophetisches Wort zu bringen...Aber sag ja nicht so etwas heute zu einer Schwester die so ein Seminar besucht ...

Das Reich Gottes braucht Arbeiter und nicht Damen und Herren!

Wenn ich bei Einsätzen auswärts bei Geschwister schlafe, dann nehme ich manchmal einen Schwamm und ein Putzmittel und reinige ihnen die Toilette oder wasche ab, etc. und das alles nachdem ich den ganzen Tag auf der Strasse war. Als ich in Skandinavien war habe ich das auch gemacht und die Leute waren sehr überrascht. Sie sagten mir, dass eine Schwester ein paar Monate bei ihnen gewohnt hat, aber von Anfang an klar gemacht habe, dass sie nur die Kraft hätte ihren Teller zu waschen und sonst nichts anderes. Als ich dann am Sonntag einer Gruppe in der Kirche gepredigt hatte und diese ermutigte aufzustehen und sich nicht vom Teufel davon zurückhalten zu lassen sagte ich noch, dass Krankheit nicht von Gott ist sondern vom Teufel. Eine Schwester ist dann aufgestanden und hinausgegangen, später hat sie sich beklagt über das was ich sagte. Es kam heraus dass sie zu einem Heilungsteam von einer Gemeinde gehört und ich habe später auch erfahren, dass das eben die Person ist welche nur ihren Teller abwaschen wollte. Diese Frau ist gross und stark, geht von Versammlung zu Versammlung aber hat keine Kraft ein paar Teller abzuwaschen. Das ist eine Schande aber sie ist nicht die einzige.

Warum hat die Welt ihre Stars? Weil jeder doch hofft er könnte auch einmal Jemand werden! Warum rennen so viele im Reich Gottes den Stars nach, warum sehen sich so viele als Propheten? Weil sie ein falsches Bild haben von den Propheten Gottes und überhaupt vom Reich Gottes. Sie meinen ein Prophet oder Heilungsevangelist oder bekannter Prediger ist jemand der mit einem Mercedes abgeholt wird, vor ein paar tausend Leuten eine schöne Rede hält, ein paar schöne Prophetien gibt, gut absahnt und mit Ruhm und Gloria ins Luxus Hotel gebracht wird oder zu seiner Villa! Das haben uns viele heutige Propheten vorgemacht.

Ist das das Evangelium? War das das Leben von Paulus oder Petrus oder Johannes etc. oder von Jesus selbst? Niemals!
Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserem Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserem Leibe offenbar werde. 2. Kor. 4, 8-10 Das ist das Leben eines Zeugen Jesu Christi!

Liebe Schwester, wenn du sagst, du bist auch so prophetisch, was meinst du damit?
Wenn ich Gebetsmärsche mache und Stunden lang laufe bis mir die Füsse weh tun, wenn ich mit so vielen Leuten rede bis mein Mund müde wird, wenn ich friere oder schwitze, hungrig oder durstig bin, wenn ich Spott entgegen nehmen muss, ist das prophetisch? Ich weiss es nicht, es kümmert mich nicht ob es prophetisch ist; jedenfalls gehört es zu einem Zeugen Jesu Christi!

Liebe Schwester, aus was besteht dein Make up? Aus teuren Cremen? Oder aus den Regentropfen, Kälte oder Sonnenstrahlen von da Draussen, etc.?

Liebe Geschwister, es ist Zeit unsere schönen Anzüge und seidenen Kleider mit Arbeitskleider zu tauschen, es ist Zeit die Schürze anzuziehen und die Arbeit zu tun. Wenn Jesus die Schürze angezogen hat und die Füsse der Jünger gewaschen hat - wer sind denn wir? Kannst du dir vorstellen dass Jesus zu Maria Magdalena gesagt hat: Maria, du bist eine Prinzessin, du darfst deine zarten Füsse nicht gebrauchen um mit mir zu laufen: setz dich auf das Sofa, du musst gut auf dich aufpassen, du bist eine Prinzessin! Hat das Jesus zu Maria gesagt? Nein, das haben uns die falschen Propheten gesagt.
Jesus sagte wahrscheinlich: Maria, ziehe deine Designer-Schuhe ab, denn wir werden viel laufen, zieh einfache Kleider an, denn wir werden irgendwo in einem Stall schlafen, vielleicht sogar auf dem Feld! Maria, wir haben keine bleibende Stadt, die zukünftige suchen wir...Maria, bist du bereit Spott , Schläge, etc. zu ertragen für mich? Bist du bereit zu sterben für mich?
Jesus ist auf einem Esel geritten und nicht auf einem geschmückten Ross! Bist du bereit ein Esel zu sein für Jesus statt ein trotziges Maultier? Jesus sucht nach Esel die dort gehen wo Er will ohne zu murren, die sich beugen und sagen: Ja Herr, dein Wille geschehe, nicht mehr lebe ich sondern du in mir.

Jesus will, dass du deine schönen Kleider tauscht mit Arbeitskleider und hingehst um ein menschliches Bündel Elend da Draussen zu umarmen für Ihn. Er will dass du Strassenwischer das Evangelium bringst; bist du dir dafür zu schade? Ich weiss, es gibt Menschen die werden sagen: Gott will niemals so etwas von mir! Es tut mir leid, dann hast du noch nicht verstanden, um was es geht.
Warum rede ich mehr zu den Frauen in diesem Brief? Weil die Männer kaum Zeit haben. Es sind meistens die Frauen, die viel Zeit haben und von Versammlung zu Versammlung gehen und immer aufgeblasener werden.

Schwester, ich bin nicht so prophetisch wie du, ich bin nur ein Esel für Jesus, und das bin ich gerne. Amen

Liebe Geschwister, am 9.01.08 hatte ich einen Traum: ich wollte nach Zürich zum Evangelisieren gehen, ich wollte das Billet kaufen aber der Apparat war verstopft, funktionierte nicht. Ich sah mich daraufhin auf dem Gleis laufen und in dem Moment wurde ich entrückt. Ich war über dem Land, sah einen Waldweg, bedeckt mit Wasser und dachte: wenigstens haben wir etwas Wasser. Doch plötzlich versickerte das Wasser und nur ein Rinnsal davon war geblieben und ich rief verzweifelt: wir haben kein Wasser, wir haben kein Wasser!

Das ist das was ich erlebe auf den Strassen. Viel Verstockung, der Herr gibt mir immer wieder Menschen aber es herrscht viel Gotteslästerung, Spott, etc.. Ich bin froh, dass ich 22 Jahre lang evangelisiert habe, denn es kommt ein Tag wo wir nicht mehr wirken können.

Die Gemeinde hat mindestens in den letzten 20 Jahren ihre Arbeit im grossen und ganzem nicht getan. Statt dass die Pastoren das Volk Gottes auf die Strassen brachten und bringen und lehrten und lehren Zeugen zu sein hat man aus ihnen Konsumenten, Stubenhocker gemacht.

Kürzlich bin ich wieder nach Wädenswil gegangen, wo wir bis 1992 wohnten. Damals war die Atmosphäre ganz anders; Menschen kamen zu Jesus, es war ein anderes Wädenswil. Ich habe auch Bülach wieder besucht, extrem die Ablehnung dort. Ich habe in letzter Zeit mehrere kleine Städte besucht, überall ist es etwa gleich. Gestern war ich mit Luzius Schneider in Brugg, schade das niemand von der Umgebung dabei war. Als Luzius mit den Leuten reden wollte sagte er zu mir: es ist harter Boden hier. Ich sagte zu ihm: es ist überall gleich.

So fing ich an zu singen und zu predigen, zu singen und zu predigen fast drei Stunden. Ich merkte wie Leute vorbei gingen und wieder zurückkamen, Leute kamen in die Nähe und setzten sich auf Bänkli, speziell Junge. Eine albanische Katholikin kam zu mir und wollte eine Adresse haben, war glücklich die Adresse einer Gemeinde zu bekommen, wo sie mit ihren Kindern gehen kann. Hie und da kamen junge Leute um zu hören und Fragen zu stellen, auch zwei albanische Moslems. Es war für einige Leute eine Sensation, dass jemand auf der Strasse predigt und dazu noch eine Frau. Manchmal sagen die Leute, dass die Frauen im Christentum unterdrückt seien, etc. Ich muss lachen und frage sie dann ob ich unterdrückt aussehe und erkläre ihnen, dass sie Ihre Würde bekommen wenn sie zu Jesus kommen.

Brugg hat mindestens sechs Gemeinden, wo sind sie?

Es ist gut Traktate zu verteilen, es ist gut mit Leuten zu reden, beten etc. aber wenn man den Namen Jesu öffentlich erheben kann, dann passiert etwas. Hie und da kommen Leute und sagen mir danke, so auch gestern. Vor ein paar Wochen war ich mit einigen Brüdern in Zug. Zug ist nicht so praktisch zum evangelisieren aber wir konnten wenigstens am Anfang und am Ende vor der Coop Passage arbeiten. Am Anfang war es auch schwer aber sobald ich anfange zu singen und zu predigen da öffnen sich einzelne Herzen und wir können mit ihnen reden.

Liebe Schwester, es gibt so viele Altersheime, Spitäler, u.a. Gehe doch und frage, ob es Menschen gibt die gern Besuch hätten. Besuche sie, bete mit ihnen! Es gibt so viele Pensionierte, auch Ehepaare in den Gemeinden deren Leben recht langweilig ist. Geht doch von Dorf zu Dorf, betet und versucht mit den Leuten zu reden; ihr selber werdet am meistens gesegnet. In den letzten sieben Jahren arbeite ich hie und da auch mit anderen Leuten wie Christian Etter oder Luzius Schneider usw. aber ich mache auch viel allein, wenn niemand sonst sich freimachen kann. Warte nicht bis du jemanden hast, schade für die Zeit die vergeht. Gehe und vielleicht triffst du eines Tages jemanden der mit dir kommt. Warte nicht.
Vielleicht denkst du, du solltest mehr wissen und so. Bist du seit einem Tag bekehrt, so kannst du schon die ganze Welt auf den Kopf stellen. Aber wartest du lange, dann wird der Teufel dafür sorgen, dass du nie aufstehst.

Wie viel Zeit hatten die ersten Christen? Ein paar Stunden, ein paar Tage... und dann wurden sie den Löwen vorgeworfen!

Bist du unzufrieden mit deinem christlichem Leben -ich hoffe du bist es- dann stehe auf. Faste, bete, suche das Verlorene und du wirst ein erfülltes Leben haben, wie Gott es für dich bestimmt hat. Lass die anderen prahlen mit ihren Gaben. Wen kümmert’s ? sie können weder Gott noch den Teufel damit beeindrucken.

Es sei aber fern von mir, mich zu rühmen als allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. Gal. 6,14

Liebe Geschwister, legen wir doch allen Stolz, Eitelkeit und Aufgeblasenheit ab und erfassen wir doch wie arm, blind und bloss wir sind.

Jesu Demut, Jesu Hingabe, Jesu Dienstbereitschaft soll unser Beispiel sein!

Der Frieden Gottes sei mit Euch.

Catherine Hafner, eine Magd Jesu