Bateleur Eagle1
Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen,
dass ich deinen Namen fürchte.

Ps 86,11

Unsere Kinder  10.02.07

Wo keine Offenbarung ist, wird das Volk wild und wüst; aber wohl dem, der auf die Weisung achtet!
          Sprüche 29:18

Liebe Geschwister,
seit Jahren beschäftigt mich etwas über das ich heute schreiben möchte. Auf meinen Strasseneinsätzen sehe ich vieles, höre ich vieles und treffe viele verschiedene Leute; nebst Ungläubigen treffe ich auch Kinder von Gläubigen, Ehepartner von Gläubigen, Verwandte, Bekannte, Kollegen von Gläubigen, usw.

Kürzlich war ich mit Angelina und Christian in Zürich am See. Ich durfte zwei Inder zu Jesus führen, es war wirklich eine göttliche Begegnung. Dann sprach ich mit zwei Studenten die viele Fragen hatten. Beim Weggehen vom See trafen wir noch einige Kollegen dieser Studenten und so dachten wir, wir reden noch mit ihnen. Kaum hatten wir ein Wort gesagt, wurde eine junge Frau wütend und sagte: was ist das für ein Gott, der mir nicht erlaubt mit jedem Mann zu schlafen, den ich will? Ihre Kollegen, fast alles junge Männer, haben geschwiegen, sie war echt wütend auf Gott! Christian versuchte mit ihr zu reden während ich mich zurückhielt. Ich dachte für mich, es würde mich nicht wundern, wenn diese junge Frau ein Kind von Gläubigen ist, aufgewachsen in einer Gemeinde. Und leider kam es so heraus!

Eine Woche vor dieser Begegnung war ich auch in Zürich und sprach einen Teenager an. Er erzählte mir, dass er ein Kind von Gläubigen sei und eine Gemeinde besuche. Er wisse von Jesus, aber er wolle ihm noch nicht nachfolgen, er wolle erst sein eigenes Leben leben und dann im fortgeschrittenen Alter von 65 Jahren sich richtig für Jesus entscheiden .

Ich habe viel Erfahrung mit Menschen. Junge Leute sagen manchmal etwas aus Trotz, aus Rebellion, aber bei diesem war es nicht so. Es war seine totale Überzeugung und er sagte es immer wieder: mit 65! Als ich ihm sagte, Jesus ist real, Gott hat mehrmals zu mir gesprochen, sagte er: na und? Gott hat auch zu mir gesprochen! Als ich ihm sagte, Satan ist real, er will dich zerstören, ich habe schon mehrmals seine Krallen gespürt, sagte er: na und? Er hat mich auch gepackt! Es war nichts zu machen, die ganze Ausstrahlung dieses Teenagers war der Tod. Ich frage mich, ob seine Eltern und sein Jugendpastor über seinen Zustand Bescheid wissen.

Vor ca. zwei Jahren hatte ich in Zürich drei junge Frauen so um die 20 angesprochen. Die eine sagte, sie sei Atheistin und ich versuchte mit ihr zu reden. Irgendwann hatte ihre Kollegin sich eingemischt und gesagt, dass sie ein Kind von Gläubigen sei und eine Gemeinde besuche. Sie wolle aber nicht jetzt Jesus nachfolgen sondern erst fünf Minuten vor ihrem Sterben werde sie zu Jesus rufen und gemäss Matthäus 20, werde sie den gleichen Lohn bekommen wie die, die ein Leben lang mit Jesus gehen. Ich war erschrocken, diese Frau machte keinen Spass. Sie ist Krankenschwester, also genug alt und so sagte ich zu ihr: woher weisst du, ob du noch fünf Minuten Zeit hast, so viele sterben ohne Zeit zu haben! Sie wurde wütend, sie fing an laut zu schreien und das mitten auf der Bahnhofstrasse: wollen sie mir Angst machen? Gott ist die Liebe .............. Ich sagte: Gott ist die Liebe aber Er ist Heilig, du kannst nicht spielen mit Ihm.

Vor ein paar Wochen sprach ich in Winterthur ein junges Paar an, ich denke um die 18 oder so. Es kam heraus, dass die Eltern der jungen Frau Gläubige von einer Gemeinde in Winterthur sind und sie sagte mir, sie werde am Samstag oder Sonntag, ich bin nicht mehr sicher, getauft werden. Ich fragte sie, ob sie Jesus kenne, etc. Sie gab nie Antwort auf meine Frage, das Einzige was sie immer sagte war: meine Mutter weiss .... Sie hatte wirklich keine Ahnung von Jesus oder von Taufe aber sie sollte getauft werden. Als ich ihrem Freund, der nicht gläubig war aber sehr interessiert zugehört hatte ein Traktat gab, riss sie es ihm aus der Hand und warf es in ihre Tasche. Ich hatte den Eindruck, sie wollte gar nicht, dass ihr Freund zu Jesus kommt. Solche Leute sollte man nie taufen!

Vor einigen Jahren traf ich in Alstätten St. Gallen einen jungen Mann. Er trug komische Kleidung und Frisur und er sah nach einem Okkultisten aus, aber er war der Sohn eines Pastors. Ich habe mit ihm ernsthaft gesprochen und erklärte ihm, dass Satan durch ihn den Dienst seines Vaters zerstören wolle. Ich habe für ihn gebetet, ich habe gedacht, er hat es ernst genommen .... Viel später habe ich gehört, dass die Ältesten der Gemeinde seinen Vater vor die Wahl gestellt haben, entweder er wird seine Kinder erziehen oder gehen - und er ist gegangen.
Und so könnte ich euch über viele traurige Begegnungen mit Kindern von Gläubigen erzählen. Was mir auffällt ist, dass viele noch nicht sicher sind, dass Jesus der einziger Weg ist. Geschwister, ich frage mich: wissen die Eltern in den Gemeinden in welchem Zustand ihre Kinder sind? Viele führen ein Doppelleben. Am Sonntag sitzen sie schön brav in der Sonntagsschule oder im Gottesdienst aber mit ihrem Herzen sind sie oft weit weg. Die Frage ist auch, was machen sie von Montag bis Sonntag?
Als ich in Wien war, habe ich mit einem Pastorenehepaar ausgetauscht und ich erzählte ihnen auch was ich sehe über den Zustand der Kindern von Gläubigen. Die Frau sagte: ich frage mich manchmal, was haben wir unseren Kindern in der Sonntagsschule gelehrt? All diese schönen Geschichten über Jesus! Ihr Sohn kam kürzlich von der Schule und sagte: Mami, es gibt keine Hölle, wenn wir sterben, werden wir einfach Geister und fliegen so herum, und so Zeug ....
Wie kommt es, dass all die Kinder und jungen Menschen, die ich oben erwähnt habe in dem Zustand sind? Zuerst sicher einmal wegen dem falschem Evangelium, das gepredigt wurde und immer noch gepredigt wird. Liebe, Liebe, Liebe .... Hast du mal gebetet und dein Leben dem Herrn Jesus gegeben, dann kommst du in den Himmel ... wirklich?

Das ist nicht was die Bibel sagt. Paulus sagt: wir sind auf Hoffnung gerettet ... was bedeutet das? Wer bis ans Ende treu bleibt .... In Hebräer 12 steht geschrieben: ihr habt noch nicht bis aufs Blut der Sünde widerstanden .... weiter: ohne Heiligung wird niemand den Herrn sehen ... In Matth. 25 ist über die Klugen und törichten Jungfrauen die Rede, da geht’s um einen brennenden Geist, in Luk. 19 um die anvertrauten Pfunde, in Offenb. 3,16 sagt Jesus, Er wird das Lauen ausspeien ... auch in Matth. 20 wo es um den Lohn der Arbeiter geht. Jesus hat den gleichen Lohn denen gegeben welche zuletzt kamen; aber natürlich sind damit nicht Gläubige gemeint die ihr eigenes Leben führen mit dem Gedanken auf dem Sterbebett kann ich noch schnell Jesus anrufen. Gott sieht unsere Herzen.

Geschwister, ich glaube, wenn wir ehrlich sind müssen wir zugeben, dass viele Gläubige ihre Kinder an die Welt verloren haben und die Schuld ist nicht nur bei den Kindern zu suchen sondern zum grossem Teil bei den Eltern und den Leitern.
Wer erzieht unsere Kinder? Die Gemeinde, während zwei Stunden pro Woche? Ob wohl eine kräftige Predigt viel ausrichten kann? Wer erzieht unsere Kinder? Die Schule? Wie viele Lehrer sind Esoteriker? Sie haben viel Zeit, genug Geld, so besuchen sie Kurse und probieren alles aus, auch bei unseren Kindern. Als wir 1992 nach Cham gezogen sind, ist unser Sohn Michael innerhalb von drei Wochen depressiv geworden, was uns sofort auffiel. Wir hatten nach Gesprächen mit ihm sofort reagiert und die Lehrerin zu uns gerufen um ihr klar zu machen, dass wir keine okkulten Praktiken wie Energiekreise, Kinesiologie, Astrologie und dergleichen im Unterricht akzeptierten. In der Folge wurden von der Schulleitung zwei Elternabende organisiert wo die Sache zur Diskussion gestellt wurde und wo wir ganz alleine standen. Es kam schlussendlich so, dass unser Sohn zu einem anderen Lehrer gehen konnte. Dieser Mann sagte mir eines Tages: Frau Hafner, man merkt, dass ihr Sohn ein Fundament hat, das anderen Kinder fehlt.
Eltern, beobachtet eure Kinder, fragt aus was in der Schule läuft, speziell was Esoterik betrifft und reagiert. Es gibt immer eine Lösung, denn sonst wird die Seele eurer Kinder geplagt von Mächten.
Wer erzieht unsere Kinder? Das Fernsehen? der Computer? die Rapper und Hipp-Hopper? Die meisten von ihnen sind Drogensüchtige, Alkoholsüchtige, perverse, kaputte Menschen. Eltern öffnet eure Ohren und eure Augen, ihr habt vor dem Herrn die Veranwortung was in eurem Haus läuft. Viele denken, es ist besser das Kind schaut zuhause Fernsehen als wenn es zum Freund geht und dort den Dreck anschaut.

Geschwister, wenn ihr euren Kindern erlaubt allen möglichen Schmutz anzuschauen, oder Computergames, die Gewalt verherrlichen, etc. oder CD’s von Heavy Metall, Hip-Hop, Rap, etc., dann habt ihr Dämonen in eurem Haus! Ich weiss von was ich rede. Wisst ihr, dass Kinder und Jugendliche in der Gemeinde Videos und CD’s austauschen? Ist es euch überhaupt wichtig? Solange eure Kinder in eurer Wohnung leben, seid ihr verantwortlich was hinein und hinaus geht. Solange sie bei euch leben habt ihr das Recht und die Verantwortung zu sagen: Ich erlaube solche Dinge nicht in meinem Haus! Viele Gläubige Eltern sind viel zu lieb, sie erlauben zu viel und wenn es dann zu spät ist, dann wollen sie reagieren.
Ich möchte noch einmal sagen: wenn eure Kinder einmal ihre eigene Wohnung haben, können sie machen, was sie wollen, es ist dann deren Verantwortung. Aber solange sie bei euch sind, seid ihr verantwortlich vor dem Herrn und ihr könnt, ihr müsst euren Kindern das klar machen. Redet mit ihnen, nicht nur über den lieben Vater im Himmel, sondern redet mit ihnen über die geistliche Welt: über Gott und seinen Gegenspieler Satan, über Engel und Dämonen, über Himmel und Hölle ....

Als ich vor ein paar Jahren in Frankreich war, wohnte ich bei einem Chinesischen Pastor. Dieser hatte einen Sohn und eine Tochter. Der Sohn hatte für nichts Interesse, er kam nur heraus um zu Essen, sonst sah man ihn nicht.
Eines Nachts als wir von der Versammlung zurückkamen, da war der Sohn vor dem Fernsehen und hat einen Thriller geschaut, wie eine Armee durch Blut gelaufen ist und Blut getrunken hat, etc. und er war hell begeistert..
Am nächsten Tag sprach ich mit der Mutter. Sie meinte: ach, das ist nur Science Fiction! Ich warnte sie, das bringt Fluch über das Haus, ich habe ihr sogar ein Buch über Flüche geschickt. Ich habe inzwischen die Erfahrung gemacht, dass es nicht viel bringt mit Leitern darüber zu reden, sie werden deinem Kind höchstens sagen: Deine Eltern sind zu streng, oder zu altmodisch!

Geschwister, auch jetzt wo ich euch schreibe habe ich den Eindruck viele werden nicht reagieren, sie werden sagen, na ja die Catherine ....
Fast jedesmal, wenn ich einen Brief schreibe, gibt mir der Herr das Wort: Hesekiel 33,30-33 sie werden meine Worte hören aber nicht danach tun .... aber nicht danach tun ....
Da draussen ist Esoterik, verschiedene Religionen, Okkultismus, Satanismus, Sänger, Schauspieler, Werkzeuge der Hölle die unsere Kinder versuchen zu zerstören. Aber wir sind zu lau, wir haben auch kaum Zeit, nicht nur der Vater geht arbeiten sondern auch oft die Mutter, damit die Kinder noch mehr Handys haben, noch mehr teure Klammotten ... noch mehr CD’s. Ich habe einer Schwester in Wien gesagt: du bist so dumm, deine Kinder haben ein super Leben, während du krampfst.
Es hat vielleicht jetzt unter euch noch die supergeistlichen, welche sagen: es heisst: wenn du glaubst, werden du und dein Haus gerettet. Warum sagte Paulus diesen Satz? Der Gefängniswächter hatte seine ganze Familie zusammengerufen, sie haben alle das Evangelium gehört und entschieden, sie wollen Jesus nachfolgen. Damals hatten Eltern Autorität, die Kindern wussten: wenn der Vater etwas entscheidet, dann ist es gut! Wie viele Eltern bei uns haben noch diese Autorität? Aber im Nahen Osten und Süden ist es immer noch so.

Eltern, habt ihr alles getan und sind eure Kinder trotzdem in der Welt, dann haltet fest im Gebet und im Vertrauen zum Herrn. Habt ihr aber nicht rechtzeitig getan, was ihr hättet tun sollen, dann müsst ihr Busse tun, vielleicht auch eure Kinder um Vergebung bitten, dass sie wegen mangelnder Erziehung auf dem Weg zur Hölle sind und dann könnt ihr mit Zuversicht beten und vertrauen.
Vor einigen Jahren habe ich mit einer neunzigjährigen Glaubensschwester gesprochen. Sie erzählte mir, dass sie Kind von Gläubigen war, dass sie viele Kinder waren, 9 oder 11, ich bin nicht sicher. Als ich sie fragte, ob alle ihre Geschwister im Glauben gestorben seien, verneinte sie. Die meisten waren nicht gläubig und die Schwester die noch lebe sei in der Esoterik! Ich konnte es nicht glauben, einfach verrückt!
Wir müssen wieder lernen, dass nichts selbstverständlich ist, wir brauchen die Gnade Gottes, aber wir müssen auch unseren Teil beitragen.
Gib dich nicht zufrieden, wenn dein Kind ein wenig die Bibel liest, ein wenig betet, in die Gemeinde kommt und zwei Stunden auf den Stuhl sitzt. Beobachte dein Kind, rede mit ihm über seine Beziehung zum Herrn, schau dich in seinem Zimmer um und reagiere wo es nötig ist.

Und zuletzt Bruder und Schwester, müssen wir selbst für unsere Kinder ein Zeugnis sein. Was erleben unsere Kinder zu Hause? Dass wir brennend sind für das Reich Gottes, dass Vater und Mutter, ihre Zeit, Kraft und Geld investieren für das Reich Gottes oder dass sie für sich leben? Dass der Vater mit dem Bier in der Hand begeistert ein Fussballspiel anschaut, während er am Sonntag im Gottesdienst müde, langweilig da sitzt, ohne grosse Lust den Herrn anzubeten? Dass die Mutter, obwohl genug Geld vorhanden ist, arbeiten geht, statt auf einiges zu verzichten um dafür Menschen in Spitäler, Altersheimen, psychiatrischen Kliniken, etc. zu besuchen, um ihnen Jesus zu bringen !

Möge der Herr sich erbarmen über uns und unsere Kinder.
Ich wünsche euch die Kraft, den Mut aufzustehen und Dinge zu verändern, die verändert werden müssen.

Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.
Die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. Amen

Gottes Segen !

Catherine Hafner, eine Magd Jesu