Bateleur Eagle1
Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen,
dass ich deinen Namen fürchte.

Ps 86,11

Geistlicher Kampf ganz praktisch  11.03.07

Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich aber bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen.
          Johannes 10:10

Liebe Geschwister,
das Wort Gottes spricht ganz klar, dass wir in einem Kampf stehen. Nicht gegen Menschen sondern gegen Mächte. Dass wir eine Waffenrüstung haben, um zu kämpfen, dass Jesus uns Autorität gegeben hat auf Schlangen und Skorpione zu treten und Macht haben über alle Gewalt des Feindes: „und nichts wird uns schaden“ (Luk. 10,19). Und doch kämpfen die meisten Christen nicht und noch mehr wissen gar nicht wie kämpfen.

In den letzten Jahren habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn ich den Leuten wortwörtlich geschrieben habe wie sie kämpfen sollen z.B. bei Eheproblemen, Streit, Kinderproblemen, etc. immer etwas geschehen ist. Leider geben viele schnell auf oder fangen nie an. Wir sind die Generation von Instant Kaffee, Suppe u.a. Wenn nicht sofort etwas geschieht, geben wir auf. Aber das Glaubensleben hat mit Ausdauer, mit Überwinden zu tun.
Im Jahre 1990 haben mein Mann und ich geheiratet. Mein Mann war früher in Okkultismus verstrickt und betätigte sich auch als Geistheiler. Dann als er zu Jesus kam, ist Satan ihm zweimal erschienen und unabhängig davon hatte er ihm zweimal verheissen er werde mit ihm fertig werden. Und wir haben erlebt, wie die Hölle sich aufgemacht hat und versucht hat uns zu zerstören; unsere Ehe, unsere Familie, unser Leben zu töten. Ich rede nicht von Fantasien sondern von Realitäten. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich mehr oder weniger ein durchschnittlicher Christ. Ich diente dem Herrn, aber im Grossen und Ganzen dachte ich: Bist du Christ so ist immer Sonnenschein.
Dann kamen die Angriffe des Teufels und ich konnte die Welt nicht mehr verstehen, man hatte mich auch nichts von diesem Bereich gelehrt!
Eines Nachts ging ich ins Bett mit der Frage: Herr, was ist los? Um 04.00 morgens ging ich auf die Toilette und als ich zurückkam und meinen Fuss aufs Bett setzte, hatte mich eine Hand gezogen, mein Körper war im Bett aber mein Geist war weg. Ich sah Jesus und habe mich gefreut und dann stand jemand anderes vor mir. Mein Herz wurde schwer und ich konnte kaum atmen. Ich nahm allen Mut zusammen um zu schauen wer vor mir steht; da sah ich das grässliche Gesicht Satans. Jesus sagte nicht: Satan lass sie in Ruhe. Nein, Er gab mir ein goldenes Schwert und sagte: Durchbohre sein Herz! So nahm ich das Schwert und durchbohrte das Herz Satans. Da kam ich zurück und wachte auf und seitdem hat das Abenteuer angefangen.

Erstens wir haben einen Feind, den Fürsten dieser Welt, Satan. Wir sind auf seinem Territorium und wollen es ihm streitig machen. Wir wollen Licht sein in der Finsternis damit andere noch gerettet werden. Zweitens haben wir einen Auftrag: nämlich gegen ihn zu kämpfen und dafür haben wir eine Waffenrüstung (Eph. 6,10-20). Viele Christen versuchen mühsam all die Waffen zu lernen. Wer ist denn die Waffenrüstung? Jesus selbst, darum sollten wir in Jesus sein. Viele sagen: oh, heute habe ich vergessen meine Waffenrüstung anzuziehen! Ja, hast du sie denn ausgezogen? Ich habe meine Waffenrüstung immer an. Speziell in der Nacht brauchst du sie noch mehr - warum? Weil die geistliche Welt sehr aktiv ist in den Nachtstunden - warum? Weil der Mensch endlich ruht.

Warum schwimmen so viele Christen in Problemen? Weil sie nicht kämpfen wollen; es herrscht eine unglaubliche Passivität. Der Materialismus hat uns enorm passiv gemacht. Hast du Eheprobleme, gehst du zum Eheberater bevor du zum Anwalt gehst. Hast du seelische Probleme, gehst du zu der Armee von Seelsorgern. Sie sollen für dich beten, sie sollen für dich glauben, sie sollen für dich kämpfen. Schlussendlich zahlst du sie ja. Aber weisst du, die Finsternis nimmt zu, und Gott lässt es zu, damit die Christen endlich aufwachen. Der Herr wird auf sein Volk soviel Druck zulassen, dass der Herr und Frau Christ entweder aufstehen und kämpfen oder abfallen. Wenn wir nur für uns leben, wenn es uns gleichgültig ist was da draussen geschieht, dann sendet der Herr einen Goliath und wir müssen uns entscheiden, ob wir kämpfen wie David oder uns verstecken wie Saul und der Rest der Armee.

Wenn Christenverfolgung kommt, kannst du nicht mehr zum Seelsorger rennen, wenn du im Gefängnis sitzt, kannst du niemandem um Gebet bitten, wenn du vor dem Richter bist, wirst du alleine sein. Und genau an dem Punkt will uns Gott haben, denn Er ist ein eifersüchtiger Gott. Er hat es satt, dass wir immer bei Menschen Hilfe suchen. Er sagt: Verflucht ist der Mensch, der auf Menschen vertraut, und hält Fleisch für seinen Arm ... aber ... gesegnet ist der Mann, der auf Gott vertraut (Jer.17). Manchmal rufen mich Leute an, ob sie das oder das andere machen sollen, ob sie da oder dort gehen sollen, ob sie den oder den anderen heiraten sollen ..... Bruder und Schwester, du hast den heiligen Geist, du hast einen lebendigen Gott. Er wartet, dass du zu Ihm kommst, statt immer zu Menschen zu rennen.

Ich muss nach vielen Jahren Erfahrung sagen: Wenige haben eine tiefe Beziehung zu Jesus, viele laufen einfach mit, warum? Weil sie zu bequem, zu faul sind. Faulheit ist ein grosses Problem in der Gesellschaft und im Leib Christi. Vor ein paar Jahren hatte ich in der Nacht ein Erlebnis: Ich sah mit den Augen des Geistes eine kleine Frau neben meinem Bett. Sie sah aus wie eine Italienerin und hat immer geredet ... bla, bla, bla ... Es war nicht wichtig was sie sagte, ich merkte, es ist ein Dämon. So befahl ich ihr im Namen Jesu zu gehen. Es passierte nicht und so wusste ich, dass ich den Namen haben musste. In dem Moment sprach der Heilige Geist durch mich und sagte: Faulheit, im Namen Jesu gehe! Als ich den Namen aussprach, fuhr diese Frau wie eine Löwin auf mich los. Es hatte einen Kampf gegeben und am Morgen spürte ich noch die Krallen an meiner Schulter und Hüfte. Warum ist sie nach dem Befehl nicht gegangen? Ich glaube der Herr wollte, dass ich merke wie real diese Mächte sind.

Faulheit ist ein Geist, eine Macht und wir müssen ihr widerstehen. Zuviele leben nach Lust und Laune, nach ihren Gefühlen: heute regnet’s, ich kann nicht hinaus gehen, morgen ist es zu heiss .... Man sitzt so gern zusammen bei Essen und Trinken, aber beten oder evangelisieren, nein, dazu muss eine Donnerstimme vom Himmel kommen ...
Volk Gottes entweder du wirst aufstehen, kämpfen und überwinden oder du wirst sterben; es geht um Leben oder Tod!

Wir haben im letzten Brief „Unsere Kinder“ gesehen, dass Satan unsere Kinder zerstören will. Aber nicht nur unsere Kinder, ganze Nationen rutschen in den Abgrund und was machen wir? Hie und da sammeln wir Unterschriften für oder gegen etwas, was ja mal seine Berechtigung haben kann. Aber der Kampf muss geistlich geführt werden. Wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut ... (Eph. 6, 10-20)

Wie sollen wir kämpfen? Eigentlich sehr einfach, sogar ein Kind könnte das machen und vielleicht sollten wir ihnen das beibringen, denn in den Schulen wird es immer verrückter.
Wie ich erwähnt habe, Jesus gab mir Sein Schwert zu kämpfen, was ist das Schwert? Das Wort Gottes!
Wenn ich für Menschen oder auch Nationen bete dann gebrauche ich hauptsächlich zwei Bibelverse, die für mich Schlüssel fürs Gebet sind. Wenn Leute von Gebet reden, meinen sie das Bitten: Gott mach das und das und das .... Wenn ich vom Gebet rede dann meine ich Autorität ausüben, befehlen. Wie?

Gehen wir zuerst in Matth. 16,19 oder Matth. 18,18 wo Jesus sagt: Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: alles was du bindest auf Erden ist gebunden im Himmel, alles was du (du) löst auf Erden ist gelöst im Himmel. Es gibt sogar eine andere Übersetzung wo es heisst: was du erlaubst auf Erden ist erlaubt im Himmel - was du verbietest auf Erden ist verboten im Himmel! Gewaltig.

Was binden wir? Satan und seine böse Geister die uns oder andere angreifen. Was lösen wir? Die Menschen die geplagt werden von Dämonen. Ist das nicht einfach? Eine Kindersache und trotzdem wird es kaum getan.

Vor ein paar Jahren war ich mit OM in Piräus am Hafen. Plötzlich ging ein Streit los zwischen einer Polizistin und einem Taxifahrer, man hatte den Eindruck es kommt zur Schlägerei. Ich kam gerade vorbei, was habe ich gemacht, ich habe gesprochen: Im Namen Jesu binde ich den Geist von Streit, im Namen Jesu Satan weiche, ich spreche den Frieden Gottes da hinein. Was ist passiert? Der Streit hörte sofort auf ! Ein Bruder gab der Polizistin ein Traktat und alles war erledigt. Als ich im Dezember in Wien war, fing plötzlich eine Frau und ein Mann auf der Strasse an zu streiten. Es wurde immer lauter, was habe ich gemacht? Ich habe gesprochen: Satan im Namen Jesu mach dein Maul zu, schweige, ich binde dich und fordere den Frieden Gottes! Was ist passiert? Der Mann ist plötzlich weg und alles war ruhig.

Was ich jetzt erzählt habe, habe ich unzählige Male auch in der Familie erlebt. Kennst du auch die Situation, wo eine Familie schön harmonisch zusammen sitzt und plötzlich ist der Teufel los wegen einer Kleinigkeit aus heiterem Himmel ? Was machst du in so einem Fall ? Streitest du fleischlich oder drehst du dich um, oder gehst in ein anderes Zimmer und sprichst: Satan ich widerstehe dir im Namen Jesu, weiche! Das Blut Jesu ist hier, der Name Jesu ist hier, du hast hier nichts zu suchen, verschwinde, ich binde dich und spreche den Frieden Gottes unter uns. Dieses Gebet kannst du immer wieder machen ob du für Gläubige oder Ungläubige, ob du für eine Situation oder eine Person betest.

Jetzt gehen wir zu 2.Kor. 4+5: „unsere Waffen sind nicht fleischlich sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus“.
Das ist Schlüssel Nummer zwei. Wo fangen Streit, sogar Krieg an ? Im Verstand. Satan hetzt Mann gegen Frau, Kinder gegen Eltern, Menschen gegen Menschen ... Er sendet Pfeile in den Verstand .... Mein Mann liebt mich nicht .... der Nachbar ist heute so komisch ... niemand liebt mich ... mein Leben hat keinen Wert .... Was machen wir?

Sobald wir merken, dass ein Gedanke nicht vom Herrn ist nehmen wir ihn gefangen. Wie machen wir das? Wenn ich für mich oder andere bete, nachdem ich den ersten Schlüssel gebraucht habe gehe ich zum zweiten. Ich tue meine Hand auf meine Stirn und spreche: Im Namen Jesu zerstöre ich alle Festungen in meinem Verstand, alles falsche Denken, alles negative Denken reisse ich herunter, bringe es unter den Gehorsam Jesu und spreche Licht in meinen Verstand hinein. Es soll Licht werden und die Finsternis soll fliehen und der Friede Gottes soll über mir und in mir sein! Das gleiche tue ich für jede Person für die ich bete. Und ich habe unzählige Male erlebt, dass Menschen verändert wurden, oft gar nicht mehr wussten warum sie vorher gestritten hatten, etc.

Gott antwortet wenn du sein Wort nimmst und Satan in die Flucht jagst. Aber wenn du immer nur sagst: Herr mach das und das ... dann denkt der Herr: ich habe alles schon vor 2000 Jahren gemacht für dich, was willst du noch. Wandle in dem Sieg, wandle in dem was schon lange vollbracht ist.
Das Volk Gottes ist so geplagt, noch so gebunden, es tut einem wirklich weh unseren Zustand zu sehen. Es gibt Menschen die an der Front für ein Land kämpfen und sehr angegriffen werden z.B. Deyse Schümperli war immer wieder am Sterben! Oder auch mein Mann erlebt Sachen von denen ich keine Ahnung habe. Aber immer wieder bricht der Herr durch. Aber die meisten Christen sind gebunden weil sie gar nicht kämpfen und passiv sind.

Der Teufel kann hinein und hinaus, machen was er will, niemand tut etwas dagegen.
Eine Schwester sagte mir einmal: Ich hasse Satan. Ich sagte ihr, das darfst du nicht sagen, sonst hast du den Schutz Gottes nicht. Warum? Wie kämpfte Jesus? Mit dem Wort: Es steht geschrieben! Nie emotional. Eines Nachts hatte ich einen Traum. Ich stand vor einem Spiegel und sagte: Satan ich hasse dich! Das sagte ich weil er uns angegriffen hatte. In dem Moment packte mich Satan von hinten, ich spürte seine Krallen. Ich versuchte loszukommen, aber es schien unmöglich. Ich wusste etwas stimmt nicht. Als ich aufwachte, fragte ich den Herrn, warum ich keine Autorität hatte, warum alles nichts nützte? Ich öffnete meine Bibel und da war die Antwort. 4.Mose 23,8: Wie soll ich fluchen, dem Gott nicht flucht? Wie soll ich verwünschen, den der Herr nicht verwünscht?
Sogar Satan ist ein Geschöpf Gottes, ich darf ihn nicht emotional bekämpfen sondern mit dem Schwert Gottes, sonst kann der Herr nichts machen.

Geschwister ich könnte noch vieles schreiben, aber wenn ihr anfangt Matth.18,18 und 2.Kor. 10,4+5 zu praktizieren werdet ihr selber Erfahrungen machen, Siege erleben, Veränderungen sehen in euren Familien ....

Ich werde in ein paar Stunden im Ausland sein um für das nächste Land zu kämpfen auf diese Art ....

Jemand hat mir geschrieben sie habe das alles schon seit Jahren gemacht und nichts ist passiert. Dann musst du dein Herz prüfen. Z.B. bist du bitter gegen deinen Mann? Wisst ihr, oft wollen wir Frauen unsere Männer verändert sehen, aber der Herr will zuerst uns verändern. Vielleicht werde ich in einem anderen Brief mehr dazu schreiben.

Möge der Herr uns herausholen aus unsere Passivität, unseren Ausreden, unserer Schläfrigkeit. Der Löwe vom Stamm Juda brüllt! Hörst du sein Brüllen? Heute will es dir zum Heil sein, morgen kann es dir zum Gericht sein.

Gottes Friede über euch!

Catherine Hafner, eine Magd Jesu