Bateleur Eagle1
Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen,
dass ich deinen Namen fürchte.

Ps 86,11

Ein Bethaus oder ein Kaufhaus?  07.06.07

Und Jesus ging in den Tempel hinein und trieb heraus alle Verkäufer und Käufer im Tempel und stiess die Tische der Geldwechsler um und die Stände der Taubenhändler und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben(Jes.5,6,7): Mein Haus soll ein Bethaus heissen; ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus.
          Matthäus 21,12-13

Liebe Geschwister,
vor mehr als 12 Jahren in Kanada habe ich eines Tages christliches Fernsehen angeschaut. Da war eine Versammlung mit hunderten von Menschen und der Pastor hatte seine Frau nach vorne gerufen und hat dem Volk den diamantenen Ring und den Sportwagen, den er seiner Frau gekauft hatte gezeigt. Ich kann mich nicht mehr erinnern ob der Sportwagen in dieser Halle war, oder ob er darüber gesprochen hatte. Am Schluss des Gottesdienstes hatte er mit Tränen in den Augen gebetet, man soll ihm Geld schicken um Armen zu helfen, jeder Dollar sei wichtig, betonte er mit weinerlicher Stimme. Das Ganze war ekelhaft und hatte mich sehr getroffen.

Kürzlich habe ich mal in Internet christliches Fernsehen geschaut. Da predigte ein Gottesmann leidenschaftlich gegen die Abtreibung. und am Schluss wurde wieder um Geld gebetet für eine gute Sache. Obwohl alles gut aussah war mein Geist unruhig und ich konnte kein Vertrauen haben worüber ich mich sehr wunderte. Ich habe die Sache auf der Seite gelassen, aber es hatte mich doch beschäftigt. Einige Zeit später durchfuhr mich der Gedanke, dass mir dieses Gesicht doch bekannt war, doch wusste ich nicht woher. Plötzlich kam die Gewissheit, dass dieser Mann der gleiche Prediger war, der vor zwölf Jahren den diamantenen Ring und den Sportwagen seiner Frau gerühmt hatte, um zu zeigen, dass er Erfolg habe. Hat sich in der Zwischenzeit etwas geändert? Ja, jetzt hat er ein paar tausend Menschen mehr als früher!

Wie viel Schande ist über den Namen Jesu und über uns schon gekommen wegen solchen Leuten?

Viele Fernsehprediger und Fernsehpredigerinnen zeigen sich hie und da mit ein paar afrikanischen oder asiatischen Kinder und betteln um Geld. Dabei verdienen diese Leute Millionen, verkaufen CDs, Bücher, verdienen von unzähligen Konferenzen, schwimmen im Geld, leben wie die Könige, Villas, mehrere Autos, Sportautos, Yachten, Flugzeugen, etc.

Allein der Schmuck, den eine bestimmte Fernsehpredigerin jedes Mal anhat würde genug Geld bringen, um die Einwohner ganzer Dörfer in Afrika oder Asien zu ernähren. Mit zwanzig, dreissig Franken kann ein Kind dort leben, die Schule besuchen ... Heute muss eine Predigerin schöne Hosenanzüge anziehen, schönen Schmuck tragen, das Volk Gottes zum Lachen bringen über seine Sünden und Charakterschwächen ... und dann hat man Erfolg.

Ist euch aufgefallen, dass fast alle Fernsehprediger ausser ein paar Ausnahmen das Gleiche predigen? Sie schreien, hüpfen, sagen dir wie du zum Geld kommen kannst und am Schluss betteln sie und verkaufen alles. Aber wirklich alles, nichts ist gratis! Gott sei dank für die Ausnahmen. Man hat kürzlich einen gutaussehenden, jungen Prediger, der die grösste Gemeinde in Amerika hat und Millionen von Büchern verkauft gefragt, warum er nicht die Leute vor der Hölle warne. Er sagte: das ist nicht seine Aufgabe, er glaubt an Jesus. Wenn andere an etwas anderes glauben, sei das ihre Sache. Seine Sache sei von der Liebe Gottes zu predigen und wie man Erfolg haben kann. Unglaublich, wozu ist man denn Prediger des Evangeliums?

Der Herr hat diese Leute aus Armut, aus der Finsternis, aus dem Dreck gezogen, hat ihnen Gaben gegeben, sie gross gemacht und was machen sie? Sie verkaufen alles, was ihnen irgendwie Geld bringt. Dabei sagt doch das Wort Gottes: „umsonst hast du es bekommen umsonst gib es weiter“. Die Gemeinde Jesu heute - speziell in Amerika - gleicht einem Warenhaus. Die Salbung wird verkauft, die Gaben werden verkauft. Willst du Salbung, so komm zu diesem Seminar oder Konferenz. Bezahle zuerst ein paar hundert Franken und dann versprechen wir dir dass du mit der Salbung nach Hause gehst.

Bruder, Schwester, ich sage nicht, dass du nicht gesegnet wirst in einem Seminar oder Konferenz, nur schon die Begegnung mit Geschwistern ist viel wert. Aber wenn du nicht den Herrn selber suchst, wirst du den Segen wieder verlieren oder noch schlimmer - du wirst Schiffbruch erleiden.

Ich habe gesehen wie Menschen die dem Herrn dienen wollten, abgefallen sind. Warum? Sie wollten nicht die kleine Arbeit tun, sie wollten ihre Hände nicht schmutzig machen, sie wollten gross werden, die grossen Propheten sein, die grosse Evangelisten, und wo sind sie heute?

Es ist ein Rennen nach Erfolg und nach Geld! Es geht im Leib Christi wie in der Welt! Die Welt rennt hinter bekannten Schauspielern und Sänger her und die Gemeinde rennt hinter ihren Stars. Dieses Jahr ist der XY ... der Gesalbte, seine Aktien stehen hoch. Nächstes Jahr wird ein anderes Sternchen aufsteigen, und das Volk rennt mal da mal dort. Wie viele, speziell Amerikaner und jetzt noch Afrikaner, sind gekommen und kommen und erzählen uns von ihrem Erfolg und von ihren Zeichen und Wundern! Jetzt einmal eine Frage: wie viele von diesen Stars sind mit dir auf die Strassen von Zürich, Bern, Biel, Winterthur, etc. gegangen um dir und dem Volk Gottes zu zeigen, wie man Blinde sehen macht, wie man Kranke heilt, wie man das Evangelium predigt ... ? Wohl kaum jemand! Warum nicht? In den Hallen wird diesen Leuten applaudiert, auf den Strassen werden sie vielleicht beschimpft - das erträgt man nicht als Star. In Amerika und Afrika kannst du an jeder Ecke predigen und viele Zuhörer haben. In Europa, wo das Volk satt ist, ist es sehr anders. Da musst du sterben, wenn du noch ein wenig Stolz hast, da musst du wirklich sterben, über deine Leiche gehen.

Volk Gottes kehre um! Es geht nicht um Erfolg im Reich Gottes, es geht ums Sterben, um das Kreuz. Wisst ihr auf was ich warte? Ich warte auf den Tag, wo der Herr herunter schaut und sagt: die Catherine ist jetzt endlich abgestorben, jetzt kann ich sie für Grösseres brauchen! Der Herr kann dich immer brauchen aber bevor du für Grosses gebraucht wirst, bitte um deinen Tod.

Volk Gottes, du hast die Prediger und Propheten, die du verdienst! Du hast dich entschieden die zu belohnen, die dir das Schöne und Angenehme sagen, die dich zum Lachen bringen über deine Sünden und deine Schwächen, aber die zu bestrafen die dir das sagen, was du schon lange hören solltest, aber nicht willst.

Und so haben wir Prediger, Propheten etc. die wirklich das Volk betrügen. Es ist bei uns wie in der Welt! Die Konzernchefs, die im schönen Büro sitzen, sahnen Millionen ab, während die Arbeiter, die effektiv die Arbeit tun, schauen müssen wie sie ihre Familien ernähren können. Das Gleiche ist im Leib Christi: ein paar wenige sahnen alles ab und die Vielen von treuen, einfachen Arbeiter im Reich Gottes müssen schauen wie sie ihre Familien durchbringen und das Werk Gottes tun. Einige wenige schwimmen im Geld und so viele Missionswerke und Evangelisten wie z.B. David Hathaway, der Evangelist in Russland und Ostblockstaaten haben zu wenig um alle offene Türen auszunutzen. Wir haben Massen von Gläubigen die viel Geld für Ferien und gutes Leben ausgeben ohne sich um das Reich Gottes zu kümmern und wieder andere, die wirklich alles geben. Es ist soviel Ungerechtigkeit in der Welt aber auch bei uns. Jemand sagte: Gott liebt die Menschen aber noch mehr liebt Er Gerechtigkeit!

Ich kann mich noch an eine Begebenheit vor ein paar Jahren erinnern: ich war mit zwei Schwestern zusammen und die eine Schwester, eine 90-jährige wollte mir zwanzig Franken geben für meine Arbeit, was ist passiert? Die andere Schwester sagte: du musst der Catherine kein Geld geben, gib es lieber für meinen Schwiegersohn, der kann es besser brauchen! Wir gönnen einigen Leuten, die wirklich die Arbeit tun, nicht in geschützten Räumen sondern da draussen, nicht einmal zwanzig Franken. Aber wir gönnen Betrügern Millionen. Das ist der Grund warum der Herr diesen Betrug zulässt. Zweitausend Jahre lang war die Welt, aber auch die Gemeinde der Meinung, wer Gott dient müsse mit Lumpen herumlaufen, mit gelöcherten Hosen, arm sein und dürfe kaum etwas haben ...

Vor zwanzig Jahren hatte ich eine Schwester kennengelernt. Jedes Mal wenn wir Tee getrunken hatten, sagte sie mir, ich soll die gebrauchte Teebeutel nicht wegwerfen, die würde sie für Missionare sammeln! Diese falsche, perverse Haltung hat dazu geführt, dass wir heute habgierige Leute haben, die ein falsches Evangelium predigen um so schnell wie möglich reich zu werden. Warum soll jemand der Gott dient nicht genug Geld haben? Muss er nicht Miete zahlen oder Hypothekarzins? Muss er nicht essen? Muss er nicht Krankenkassen, etc. zahlen? Jeder der Gott dient hat das Recht vom Evangelium zu leben und wo wir das nicht beachten, haben wir Missstände und Skandale.

Vielleicht denkst du, Gott sollte Korrektur bringen? Als ich vor ein paar Tagen einer Polizistin in Zürich sagte: wir haben so viel Kriminalität weil wir eine gottlose Gesellschaft sind, sagte sie: wenn es einen Gott gibt, dann wird Er keine Kriminalität zulassen! Was für ein gemeines Denken! Aber so denkt auch die Gemeinde! Wenn jemand ein falscher Prophet ist, dann würde Gott ihn doch wegnehmen oder korrigieren. Nein, Gott erwartet, dass seine Gemeinde Korrektur bringt. Er lässt das alles zu, um unsere Herzen zu prüfen, denn wir gehen dort wo unsere Herzen wollen. Darum heisst es in 2.Thessal. 2,10+11: weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, dass sie gerettet würden, sendet Gott ihnen die Macht der Verführung , so dass sie der Lüge glauben ... Dieses Wort ist nicht für die Welt sondern gilt uns in erste Linie.

Volk Gottes willst du Korrektur haben in all diesen Missständen, dann fange endlich an die zu belohnen, die nach dem Herzen Gottes lehren; die Busse predigen, die gegen die Sünde aufstehen, die nicht nur vom Himmel erzählen sondern auch von der Hölle warnen, nicht nur von Gnade predigen sondern auch von Gericht, von Verfolgung, etc. und fange endlich an die zu bestrafen, die nur das Schöne und Angenehme predigen ...

Mann Gottes, Frau Gottes, du bist kein Bettler. Wenn du dem Allmächtigen Gott dienst, dann mach Ihn zu deinem Versorger, bettle nicht ständig um Geld. Wenn Georg Müller zweitausend Kinder ernähren konnte ohne zu betteln, nur mit Gebet dann sollte es doch auch heute möglich sein oder nicht?. Hast du ein Missionswerk? Prüfe zuerst mal ob das Werk nicht ein bürokratisches Gebilde geworden ist. Wir haben viel Bürokratie im Leib Christi; bring Korrektur und beuge mit deinen Leuten wieder deine Knie.

Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verlässt und hält Fleisch für seinen Arm ... Jerem. 17,5 Gesegnet ist aber der Mann, der sich auf den Herrn verlässt ...
Erwarte nichts von Menschen erwarte alles vom Herrn! Ich weiss es ist nicht einfach, aber wir müssen wieder an diesen Punkt kommen. Ich selbst will zu den Gesegneten gehören, egal was es kostet. Menschen vergessen uns, aber nicht der Herr.

Letzten Monat durfte ich nach Stockholm, Schweden gehen. Ich hatte verschiedene Gemeinden und Organisationen für einen Schlafplatz angefragt. Aber niemand hatte ein Bett für mich und so hatte ich noch ein paar Tage vor meinem Abflug einige E-Mails verschickt. Sehr schnell bekam ich eine Einladung von einem Priester, dass ich bei seiner Familie wohnen könne. Ich hatte keine Ahnung wer dieser Mann ist. Ich durfte nachher erfahren, dass er der Hauptpriester der St. Klara Kirche im Zentrum von Stockholm ist, der bekannteste Priester in Schweden! Er ist der Kaplan vom Parlament und kennt natürlich auch die königliche Familie. Ich war sehr erstaunt, wie der Herr mich geführt hatte und durfte 10 Tagen mit dieser Familie verbringen als hätten wir uns schon ewig gekannt.

Die St.Klara Kirche gehört zur schwedischer Kirche. Als Carl-Erik sie 1989 übernahm waren nur 3 alte Leute im Gottesdienst und heute ist die Kirche am Sonntag voll. Aber das Schöne ist, fast jeden Tag von 8-9 Uhr morgens ist Lobpreis, Gebet, Zeugnisse, ... jeder kann kommen. Es kommen viele ex-Drogensüchtige, Alkoholiker, etc ... Danach bringt man Brötchen zu den Leuten auf die Gasse,.. Dann, von 15.30-16.30 ist das Gleiche wieder wie am Morgen, aber vor dem Altar. Wieder kann jeder teilnehmen und weil die Kirche sehr zentral gelegen ist, kommen immer wieder Leute hinein. Man hat Traktate in verschiedenen Sprachen aufgelegt und Gebet wird angeboten. Die Liebe von diesen Priestern zum Herrn aber auch zu den Menschen hat mich sehr beeindruckt. Die Frau von Carl-Erik erzählte mir, dass sie einige Jahren in einer Wohnung in Stockholm gewohnt und Leute von der Gasse aufgenommen hätten. Die Wohnung war oft voll, sie haben vier Kinder adoptiert und auch heute nehmen sie Leute auf in ihrem Haus ausserhalb von Stockholm. Ich denke, dass ist ein Grund warum der Herr diesen Mann so sehr gebraucht hat und brauchen wird. Es wird mich nicht wundern, wenn diese Kirche eine wichtige Rolle in der kommenden Erweckung spielt.

Der Zustand in Schweden ist etwas besser als in Dänemark. Wenn man mit den Schweden über Gott reden will, dann sagen sie: thank you, I’m fine. Sie meinen, es geht mir gut, ich bin nicht krank, nicht arm, habe alles, bin glücklich, also wozu brauche ich noch Gott? Trotzdem hat der Herr mir täglich einzelne Menschen gegeben. Nachmittags wenn ich vom Gebetsmarsch zurückkam habe ich manchmal ganze Gruppen junger Menschen angesprochen, die vor dem Kulturhaus sitzen und im Okkultismus, Satanismus verwickelt sind. Einige sind schon mit 15 Jahren zutiefst auf der anderen Seite, andere sind noch offen.

Geschwister, unsere Nationen sind wirklich durch ihre Rebellion gegen Gott in grosser Not. Wir werden keine Erweckung haben ohne Gericht, die einzige Lösung ist, dass die Gemeinde endlich umkehrt. Busse wird vom Geist Gottes bewirkt, aber eine starke, klare, scharfe Predigt muss dem Geist Gottes Raum schaffen. Charles Finney, John Wesley mussten predigen: es ist schrecklich in die Hände des Lebendigen Gottes zu fallen ... damit der Geist Gottes Busse in den Gemeinden wirken konnte.

Als wir vor ein paar Tagen in Zürich und auch in Baden kaum an die Menschen herankamen, fing ich an stark zu predigen. Viele hörten dann zu! Wenn die Leute nicht hören wollen dann muss man sie fast dazu zwingen. Angelina die in der Nähe Traktate anbot sagte, dass viele gekommen seien und etwas zum Lesen verlangten. Aber davor vorher hatte keiner Interesse.

Es wird soviel von Alpha-Kursen geredet. Danke Gott für die Alpha Kurse. Aber das ist nur ein kleiner Teil von Evangelisation. Die Gemeinde muss wieder öffentlich predigen solange sie noch Zeit hat. Der Hass nimmt extrem zu gegen alles was christlich und jüdisch ist. Bevor wir das Volk Gottes auf die Erweckung vorbereiten, müssen wir es auf die Verfolgung vorbereiten.

Wahrlich ich sage euch: dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis es alles geschieht. Himmel und Erde vergehen; aber meine Worte vergehen nicht.

Ich möchte dem Herrn danken für all seine treue Missionare, Prediger auch Fernsehprediger u.a. die sich nicht verkaufen, sondern treu ihre Arbeit tun und wir wollen beten, dass Umkehr geschieht bei denen die auf Abwegen sind.

Gottes Segen!

Catherine Hafner, eine Magd Jesu