Bateleur Eagle1
Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen,
dass ich deinen Namen fürchte.

Ps 86,11

Die Amerikaner kamen, die Afrikaner kommen und die Europäer ...?  09.01.07

Denn Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
          2.Tim. 1,7

Liebe Geschwister,
in den letzten Jahren hatten wir eine Invasion speziell von amerikanischen Männern und Frauen Gottes. Und jetzt kommen immer mehr afrikanische Geschwister und viele andere, um uns in Europa zu zeigen, wie wir Erweckung haben können. Gott sei Dank für all diese Geschwister, aber es ist Zeit, dass wir uns ein paar Fragen stellen:
Bringen uns diese Geschwister etwas Neues? Nein, was sie uns sagen, wissen wir schon lange, die Frage ist nur ob wir es tun! Ist der Zustand der Gemeinde in Amerika oder Afrika besser als hier? Nein, viele amerikanische Christen beten den Mammon an und in Afrika beten viele Jesus und ihre Ahnengeister an.

Was ist also der Unterschied zwischen den Amerikanern, Afrikaner und uns? Sie sind wie grosse Kinder. Sie stehen auf, sprechen im Glauben, proklamieren etwas und erwarten auch, dass es geschieht und hie und da geschieht auch etwas. Nicht immer, aber das bringt sie gar nicht in Verlegenheit. Wenn sie z.B. sagen: diese Frau wird geheilt, aber die Frau stirbt, dann ist das für sie kein Hindernis. Sie gehen weiter, beten weiter für Kranke und je mehr sie es tun desto mehr geschieht!

Was ist mit uns Schweizern und Europäern? Wir sind voller Minderwertigkeitskomplexe, voll von Unsicherheit, Unglaube, Kleinglaube, Zweifel ... Warum? Weil wir eine Gesellschaft von Perfektionisten sind! Wenn etwas nicht von vornherein klar zum Erfolg führt fangen wir gar nicht erst an. Wie viele Amerikaner, Afrikaner und andere sind gekommen und haben uns gesagt: die Erweckung kommt dieses Jahr oder nächstes Jahr. Was ist passiert? Nichts! Aber diese Leute werden weiterhin predigen, sie werden sich nicht entschuldigen weil sie sich Fehler erlauben. Ich habe selber Propheten gehört die sagten, dieses Jahr kommt die Erweckung oder bis Ende Jahr kommt die Erweckung, usw. Aber gekommen ist nichts, noch nicht. Wenn die Erweckung einmal kommt werden sie sagen, dass sie es ja prophezeit hätten.

Stellt euch einmal vor, ein/e Schweizer/in würde so eine Aussage machen; der wäre schon lange als falscher Prophet oder Prophetin verschrien und abgeschrieben. Sein Dienst wäre erledigt! Aber die anderen werden weiterhin predigen, erste Klasse fliegen, in Villas wohnen, teure Autos fahren und das Volk Gottes trösten auf später. Gott sei dank sind nicht alle so! Jetzt heisst es: die Erweckung kommt dieses Jahr, die Erweckung steht vor der Tür ... Ich muss einmal mehr fragen: was ist Erweckung? Wenn die Christen wieder Sündenerkenntnis haben. Ist das der Fall heute? Kaum. Im Jahr 1990 haben charismatische Leiter auf einer Konferenz in Deutschland für das Jahr 2000 eine Erweckung vorausgesagt, nur Chr. Schwarz sagte: die Gemeinde von 2000 wird noch sündiger, ineffektiver, und selbstsüchtiger sein als je. Wer hatte Recht?

Im Jahr 2001 hatte ich in einem Traum prophezeit: die Erweckung kommt - aber zuerst das Gericht. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Schweiz so viele Gerichte hatte, dass sie reif ist für die Erweckung. Die weltbekannten Propheten sagten für das Jahr 2007, dass die Gemeinde einen offenen Himmel haben wird! Sollten gewaltige Gerichte kommen, dann würde vielleicht der Himmel sich öffnen. Was wir erleben auf den Strassen ist mehr und mehr Verstockung. Gott sei Dank gibt uns der Herr immer wieder einzelne Menschen! Sollen wir aufhören? Nein, das Evangelium muss gepredigt werden, ob die Leute es hören wollen oder nicht.

Aber ich möchte jetzt zurückkommen auf unseren Zustand. Wir erlauben uns selber nicht Fehler zu machen und andere erlauben es uns noch weniger. Ich rede jetzt nicht von Sünden sondern von Fehler. Wie lernt ein Kind laufen? Es fällt immer wieder hin, es steht wieder auf, es fällt, es steht wieder auf! So lernt es, und so ist es auch im geistlichem Leben. Niemand ist als Profi geboren. Manchmal sagen mir Geschwister: du kannst reden mit den Leuten, ich nicht ... Gerade das ist unser Problem! Vor zwanzig Jahren wusste ich auch nicht viel, aber meine Freude, meine Begeisterung hat die Menschen berührt. Schwester wie hast du kochen gelernt? Du hast es versucht, probiert und wieder versucht.

Ich bin nicht gegen die Amerikaner oder die Afrikaner. Aber ich bin überzeugt - ich weiss, Europa hat alles um die Welt auf den Kopf zu stellen. Nicht nur die anderen! Und das muss endlich in unsere Herzen geschrieben werden. Wer hat das Evangelium den Afrikanern und Amerikanern und und ... gebracht? Die Europäer!, sie haben den Preis bezahlt.

Jedesmal wenn ich in einer Gemeinde sitze, sehe ich die Hunderte von Leuten und mein Herz schreit zum Herrn: Herr, soviel Potential ist hier und meistens liegt es brach. Warum? Weil man sich selber zu wenig zutraut und weil von der Leiterschaft das Volk Gottes bewusst oder unbewusst unten gehalten wird. Oft wird zum Volk Gottes gepredigt als ob es ein Kindergarten sei.

Geschwister, die Gemeinde Jesu ist kein Kindergarten und kein Altersheim sondern eine Militärbasis! Wer es erfasst, der erfasse es.

Geschwister, jeder von euch kann Zeuge sein das Evangelium weiterzugeben, für Kranke beten und Gefangene freisetzen. Ihr müsst nicht warten bis die Spezialisten kommen; die einzige Voraussetzung ist ein reines Herz. Ich möchte euch in eurer Stadt, in eurem Dorf ermutigen. Kommt mit einigen Geschwister zusammen, am besten von verschiedenen Gemeinden. Lobt den Herrn, erzählt was ihr erlebt habt mit Jesus, der eine, mehr der andere weniger. Wenn ihr Probleme habt mit Sünden, Süchten, etc. bringt es vor, versteckt es nicht und dann betet mit Handauflegung füreinander. Jeder soll beten für andere, niemand ist dazu unfähig. Und dann wird etwas geschehen, das euch ermutigen wird, Zeuge zu sein für den Herrn. Ich rede jetzt nicht von langweiligen Hauskreisen sondern von einer lebendigen Gemeinschaft.

Liebe Leiter, ihr habt soviel Potential um euch herum, setzt es frei. In jeder Gemeinde gibt es Einzelne die berufen sind zum fünffältigen Dienst. Setzt sie frei, damit diese dann das Volk lehren und ausrüsten für den Dienst. Wenn Erweckung kommt, muss jeder Christ, jeder einzelne, andere zu Jesus führen können. Er muss für Heilung beten, für Befreiung, für die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, muss taufen, begleiten, etc. Das Volk muss jetzt freigesetzt werden, sonst werden wir unvorbereitet sein. Z.B. in der Erweckung von Wales sind viele von den Bekehrten wieder verloren gegangen, weil niemand da war, der sie gelehrt hat. Es ist nicht biblisch was wir heute haben, die Gebildeten und die Laien. Der einzige Unterschied zwischen Leitern und Laien ist, dass die Leiter mehr Verantwortung haben vor dem Herrn. Pastor! Du musst keine Angst haben um deine Stelle, je mehr du das Volk freisetzt desto mehr wirst du respektiert und geliebt werden. Wenn ich zurückschaue in diesen 20 Jahren, in jeder Gemeinde gibt es mehrere Pastoren, viele Mitarbeiter in Büros, eine Armee von Seelsorgern oft mit Psychologie verbunden, aber wo sind die Evangelisten, wo ist die Gemeinde da draussen? Jesus sagte, wir sollen Jünger machen! Wo sind die Jünger von all den Aposteln, Propheten, Evangelisten?

Ich weiss von einem Bruder, er wusste, er muss in die Mission. Aber die Gemeinde sagte er soll noch warten und warten und warten. Irgendwann hatte er genug und ist gegangen und erlebt jetzt den Herrn. Das ist nicht ein einmaliger Fall. Es ist nicht biblisch, dass die Leute die berufen sind zum fünffältigen Dienst, 4-5 jährige Bibelschulen machen, wo sie Griechisch, Lateinisch, Hebräisch, etc. lernen müssen. Ich habe davon viele getroffen. Sie waren meistens gar nicht im Dienst. Manchmal haben sie sogar allen Glauben verloren ... Obwohl ich Griechin bin nehme ich selten die griechische Bibel in der Hand. Meine Luther Bibel reicht mir auch.
Es kann nicht sein, dass diese Welt zugrunde geht und wir irgendwo in einer Schule mühsam Griechisch oder anderes lernen ... Der Herr hat Fischer genommen, ungebildete Menschen, Hausfrauen und hat die Welt auf den Kopf gestellt. Was nützt das alles wenn wir den Herrn selber aus den Augen verloren haben? Das Wort Gottes ist so einfach, das Leben mit dem Herrn ist so einfach, warum haben wir es so kompliziert gemacht? Ich frage mich wirklich, wann unsere Bibelschulen sich verändern werden. Die einzige Bibelschule die ich machen würde, wäre die von Walter Heidenreich, 11 Monate in der Schule und dann pure Praxis. Es reicht - oder nicht?

Das Wort Gottes sagt: Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit? Wo ist diese Freiheit?
Das Wort Gottes sagt: Ihr seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat. - wir sind Priester Gottes, jeder von uns - Paulus sagt: Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht. Johannes sagt: Ihr habt die Salbung und sie lehrt euch alles. Jesus sagt in Joh. Evangelium: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch grössere als diese tun. - gewaltig? Wo ist das alles nach so vielen Seminaren, Konferenzen, Predigten hier und dort? Wir haben immer noch die wenigen Oberen und die Massen von Zuschauern. Wie viele prophetische Worte hast du schon bekommen? Wie viel ist in Erfüllung gegangen? Aber nimm das Wort Gottes, proklamiere es im Glauben, handle danach und du wirst die Herrlichkeit Gottes sehen. Im Reich Gottes geht es absolut um Gehorsam. Die Frucht ist nicht deine Sache, es ist die Sache des Herrn.

Du brauchst nicht Stars welche dir sagen was du tun sollst, die dich manipulieren und verführen. Du hast den Heiligen Geist, Er ist dein Lehrer und was der menschliche Lehrer sagt, muss mit dem Wort Gottes übereinstimmen. Volk Gottes bist du noch nicht müde? Da ist Christus und dort ist Christus, sagt man uns und doch ist Er nirgends. Er wartet auf dich im Kämmerlein.

Nach vielen Jahren hin und her rennen, müssen wir sagen: ausser Spesen nichts gewesen!
Volk Gottes, die Gemeinde Jesu ist überall auf allen Kontinenten in einem bedauernswerten Zustand und kämpft um das Überleben. Nicht wegen Verfolgung sondern wegen Materialismus, sogar in China wird diese Gefahr immer grösser. Also schau nicht links und nicht rechts und suche deinen Gott, denn Er wird aus diesem Chaos eine Überwindergemeinde aufstehen lassen, eine Braut, eine mächtige Armee - Denn die Pforten der Hölle können die Gemeinde nicht überwältigen! Amen

Gottes Segen, aller Kleinglaube, Unglaube, Zweifel, soll weichen von deinem Leben - im Namen Jesu. Amen

Catherine Hafner, eine Magd Jesu