Bateleur Eagle1
Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen,
dass ich deinen Namen fürchte.

Ps 86,11

Das Kreuz und das Schwert  14.04.07

„Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir“
          Matthäus 16,24

Liebe Geschwister,
wir haben in vorherigen Briefen davon gesprochen, dass Satan unsere Kinder zerstören will; heute wollen wir über die Ehe sprechen. Es ist kein Geheimnis, dass immer mehr Ehepaare sich scheiden lassen. Nicht nur in der Welt, sondern auch unter uns Christen. Dass die Leute in der Welt scheiden kann man noch irgendwie verstehen; wir leben in einer abgefallenen Welt. Aber warum scheiden so viele Christen?

Ich möchte von Anfang an klar machen: Scheidung ist ein Gräuel vor Gott und man zahlt früher oder später einen Preis dafür. Gott vergibt uns unsere Sünden, aber die Frucht der Sünde müssen wir essen. Erinnert ihr euch an David? Er tat Busse für seine Sünde aber in seiner Familie gab es eine Tragödie nach der anderen. Ist euch aufgefallen, dass wenn jemand in der Familie scheidet, auch Kinder und Grosskinder oft scheiden? Es ist wie ein Fluch und den muss man brechen, nachdem man Busse getan hat. Ich will aber jetzt nicht über die Folgen dieser Sünde sprechen. Die wird jeder für sich selber spüren, sondern wir wollen schauen warum Christen scheiden.

Ich bin absolut überzeugt, dass fast jeder Mensch, der heiratet, mit der Überzeugung heiratet, zusammenzubleiben, bis der Tod uns scheidet. Und trotzdem kommt für viele der schmerzhafte Moment der Scheidung. Warum? Weil die meisten Menschen mit einer Illusion heiraten. Sie denken: „unsere Liebe ist so stark, sie wird stärker sein als alle Probleme, nichts kann uns trennen“. Die Christen heiraten mit einer noch grösseren Illusion: sie lieben sich und sie denken noch, wir haben unseren Glauben an Jesus, so werden wir zusammenhalten! Doch die Realität zeigt, dass es anders ist. Warum? Es gibt viele Gründe. Die meisten Ehen scheiden nicht wegen „grosser Sachen“, es sind die „kleinen Füchse“ die den Weinberg zerstören.

Bevor wir weiter gehen, möchte ich eins klar machen: wenn Christen scheiden, dann in erster Linie, weil sie „noch nicht gestorben“ sind. In den letzten Jahren und Jahrzehnten haben falsche Propheten und Prediger uns gesagt, dass wir Rechte haben. Sie haben uns gesagt: du hast Recht auf einen guten Mann, du hast Recht auf ein schönes Haus, du hast Recht auf eine schöne Familie, du hast Recht auf das, und das und das ... du bist Jemand! Aber ich möchte dir heute im Namen Jesu Christi sagen: du hast gar keine Rechte, in dem Moment, wo du dich für Jesus entschieden hast, hast du deine Rechte aufgegeben.

Viele Frauen klagen wegen ihren Männern. Sie hätten so gern, dass ihre Männer geistlicher wären. Aber genau die gleichen Frauen sind nicht bereit auf Materielles zu verzichten. Sie wollen eine schöne Wohnung, Ferien, die Kinder müssen alles haben, etc. etc. Viele Männer sind heute unter einem enormen Druck. Sie müssen im Geschäft viel leisten, dann kommen sie nach Hause und sollten noch Zeit haben für die Familie, dann noch für die Gemeinde, und, und und ... Liebe Schwester, willst du einen geistlichen Mann, dann schaffe ihm Raum, dass er Zeit haben kann mit dem Herrn. Du gehst vielleicht von Konferenz zu Konferenz, von einem Gesalbten zum Nächsten. Aber weisst du, diese Gesalbten haben zu Hause Frauen die ihren Männern Raum schaffen, die auf ihre Männer auch wochenlang verzichten. Bist du bereit Opfer zu bringen? Bist du bereit auf das Eine und das Andere zu verzichten ...? Als mein Mann und ich heirateten, habe ich gemerkt, dass mein Mann ein Mann des Gebets ist, Gebet ist sein Leben. So habe ich mich entschieden halbtags zu arbeiten, dass er mehr Zeit hat für das Gebet. Meine Familie hat auf vieles verzichtet. Ich weiss nicht wann wir das letzte mal als Familie Ferien gemacht haben. Aber wisst ihr, das ist alles vergänglich, dafür werden wir immer mehr die Herrlichkeit Gottes sehen. Schwestern, ihr könnt nicht das Weggli und den Rappen haben.
Viele Männer haben ihren Stand in der Familie als das Haupt aufgegeben. Entweder weil sie gern die Verantwortung los haben wollen, aber oft, weil wir Frauen zu stark und zu dominant sind. Der Mann ist das Haupt. Nachdem man über etwas diskutiert hat, muss der Mann sich entscheiden, weil er auch die Verantwortung vor dem Herrn hat. Wenn es nicht so ist, dann bete für ihn und warte.

Ein anderer Scheidungsgrund ist unser Egoismus. Jeder denkt für sich ich bin jemand, mit welchem Recht behandelt mich mein Mann so?, mit welchem Recht behandelt mich meine Frau so?, ich bin doch Jemand? Ich kann mich noch an eine Predigt von Maria Prean erinnern. Nach der Heirat hatte sie grosse Probleme mit ihrem Mann. Sie warf ihm vor, ein Playboy zu sein und er warf ihr vor sie sei eifersüchtig. Eines Tages war er allein und sagte zum Herrn: Herr, meine Frau sagt: ich bin ein Playboy, zeige es ihr doch ... und der Herr sagte: du bist es auch, es ist nur meine Gnade ...
Sie sagte zum Herrn: Herr mein Mann sagt, dass ich eifersüchtig bin, ... und der Herr sagte: du bist es auch, es ist nur meine Gnade ... Von da an war das Problem gelöst!

Vor ein paar Jahren traf ich in einer psychiatrischen Klinik eine Glaubenschwester. Ihr Mann und sie waren Hauskreisleiter. Ich versuchte mit ihr zu reden. Aber sie sagte voll Zorn: mein Mann ist ein Satan. Ich sagte ihr: nein, dein Mann ist nicht ein Satan, dein Mann liebt dich, er will das Beste für dich. Aber ihr habt einen Feind, den Satan, der euch zerstören will. Statt gegeneinander solltet ihr gegen ihn kämpfen. Sie wollte nicht hören, sie wollte die Scheidung.

Bruder und Schwester, solange ein Leiden dauert, egal welcher Art, müssen wir mit der einen Hand das Kreuz umarmen und mit der andere Hand das Schwert nehmen und gegen den Teufel kämpfen. Vorausgesetzt es ist keine Sünde in unserem Leben, denn sonst haben wir keine Autorität. Vergiss etwas nie: es passiert nichts in deinem Leben, das der Herr nicht will oder zulässt. Du wirst niemals für Grosses gebraucht werden, wenn du nicht zuerst in der Ehe, in der Familie überwindest. Manchmal sagt mir eine Schwester: ich würde so gern das machen, was du machst! Schwester, was ich mache ist kein Leckerbissen. Solange du nicht in deiner Ehe und Familie überwunden hast, kannst du nicht für Nationen kämpfen.

Mein Mann und ich sind durch vieles hindurchgegangen. Aber das hat uns zusammen geschweisst, wir lieben uns immer mehr, schätzen uns immer mehr und sind immer dankbarer füreinander. Stellt euch einmal vor, wir hätten aufgegeben. Das wäre ein Schlag für das Reich Gottes und wir wären nie in unsere Berufung hineingekommen.

Eine Schwester sagte mir einmal: wenn ich all die Probleme sehe in christlichen Familien, dann will ich gar nicht heiraten. Ich sagte ihr: liebe Schwester, wenn du im Glaubensleben wachsen willst, so bitte den Herrn, dass du so schnell wie möglich heiratest. Wacht auf! Der Partner ist die beste Schleifmaschine für den Herrn um dich und mich zu verändern, dass wir schneller den Heiligungsweg gehen. Fang an danke zu sagen für deinen Mann, für deine Frau, egal wie unangenehm sie sein können. Wenn wir im Leiden sind, sehen wir alles schwarz, aber wenn wir durchhalten dann kommt der Moment wo wir lachen können über das was war.

Viele Männer haben Probleme mit Jähzorn und dann bricht für die Frau schon eine Welt zusammen. Liebe Schwester umarme das Kreuz und nimm das Schwert und kämpfe für deinen Mann bis er frei ist. Viele Frauen wollen ihre Männer verändert sehen, meine liebe Schwester wenn du brennend bist für den Herrn, wird der Tag kommen wo dein Mann auch brennend sein wird. Aber wenn du nur jammerst, dann gibt es keinen Grund warum dein Mann sich ändern sollte. Nimm dir Zeit mit dem Herrn, gehe in ein Altersheim, Spital, psych. Klinik, auf die Strasse, etc. bring das Evangelium und komm dann begeistert nach Hause. Dann kann ich dir garantieren, dein Mann wird bald anfangen dem Herrn zu danken für seine gute Frau.

Viele Frauen meinen, sie können dem Herrn nur zusammen mit ihrem Mann dienen. So warten sie jahrzehntenlang bis der Moment kommt, wenn er überhaupt kommt. Warte nicht, gehe für 2 Wochen auf einen Missionseinsatz. OM, AVC, CFA, YMCA, CfC und viele andere Werke organisieren jedes Jahr Einsätze. Es wird deiner Ehe und deinem geistlichem Leben gut tun. Klammere dich nicht an deinen Mann, schicke ihn sogar für zwei Wochen auf so einen Einsatz. Lasst nicht zu, dass der Partner dein Götze wird, dann geht es nicht gut.

Ein anderer Punkt. Kinder sind ein Segen des Herrn, aber viele Ehen gehen zugrunde gerade auch wegen den Kindern. Für viele Frauen sind Kinder wichtiger geworden als der Ehepartner, das sollte nicht sein. In vielen Familien sind Kinder zu kleinen Tyrannen geworden, das sollte nicht sein. Die Eltern sollten das Sagen haben und nicht die Kinder. Verwöhnt eure Kinder nicht zu sehr, ihr tut ihnen damit keinen Gefallen. Erzieht sie so, dass sie mit Freude eines Tages dem Herrn dienen.
Liebe Geschwister, das Leben ist oft nicht so, wie wir es wünschen, aber der Herr hat die Kontrolle. Er lässt vieles zu, weil Er uns zu gut kennt. Willst du Grosses tun für Gott, dann mache dich bereit auf den Ofen. Je grösser die Berufung desto heisser wird der Ofen sein, aber wenn wir uns entscheiden das Kreuz zu umarmen wird es zu Herrlichkeit führen.

Ich durfte von 11.3.-21.3. in Bratislava sein. Einige von euch wissen vielleicht nicht mal wo diese Stadt ist, ich wusste es vor kurzem auch nicht. Bratislava ist die Hauptstadt der Slowakei, nur eine Stunde von Wien entfernt. Ich durfte bei lieben Geschwister wohnen, bei den Eltern einer Pastorin aus der Methodisten-Kirche. Als ich anfing mit dem Gebetsmarsch und auch den Kontakt zu den Menschen suchte, war ich zuerst erschrocken über die Gottlosigkeit, über den Atheismus. Fast jeder junge Mensch sagt, er sei ein Atheist. Nachdem ich aber einige Zeit betend durch die Stadt ging, hatte ich immer mehr Gespräche und erlebte laufend wie junge Menschen nach einem kurzem Gespräch nicht mehr Atheisten waren sondern mir danke sagten, dass ich gekommen bin, um sie zu warnen.

Nach ein, zwei Stunden in Bratislava wurde ich wütend auf uns, das Volk Gottes, das irgendwo versteckt ist, das irgendwo sich unterhaltet aber nicht hinausgeht. Jeden Tag konnte ich sehen wie die Jehovas unterwegs waren. Die Mormonen und die Hare Krishna’s sind jeden Tag präsent in Bratislava, einer Stadt von nicht mal einer halben Million Menschen.
Ich denke es gibt auf der Welt drei Millionen Jehovas und noch wenigere Mormonen. Aber sie bringen es fertig ihre Leute überall zu haben. Und wir haben 600 Millionen oder mehr und bringen es nicht fertig einen Evangelisten in jeder Gemeinde zu haben und evangelistische Teams die täglich oder wenigstens wöchentlich oder wenigstens monatlich auf die Strassen gehen.

Ich habe in keiner Stadt so viele Traktate verteilt wie in Bratislava; meistens nach einem kurzen oder langen Gespräch. Ich habe mit unzähligen Studenten gesprochen. Einige sind nach einem langen Gespräch immer noch vor mir gestanden wie Säulen und wollten gar nicht weggehen. Und vorher sagten sie, sie seien Atheisten!!! Die Menschen haben so viele Fragen, und wenn sie jemanden finden, der Antworten hat, lassen sie ihn kaum noch los. Ich bin in Universitäten hineingegangen. Weil ich alleine bin kann ich ganz unauffällig überall hingehen und mit Leuten reden. Geschwister, es gibt nichts Schöneres als zu sehen, wie diese jungen Menschen sich schon nach einem kurzen Gespräch verändern. Und viele sagten: sie müssen wieder die Bibel lesen, ich gab ihnen auch Internet Adressen von Gemeinden.

In Bratislava habe ich etwas gesehen, das ich noch in keiner anderen Stadt gesehen habe. Der Geist Gottes hat angefangen in der Katholischen Kirche zu wirken. Die methodistische Pastorin sagte mir, dass es Zeichen der Erweckung gibt in der Katholischen Kirche. Aber die Leiter der Denominationen akzeptierten es nicht, weil die Kirche Götzen hat. Haben wir denn keine Götzen? Wie viele hast du noch in deinem Leben? Die Katholische Kirche hat einen Papst, na und? Wir haben viele.
Am Nachmittag vor meiner Abreise bin ich in eine grosse kath. Kirche gegangen und erlebte wie immer mehr Menschen kamen, speziell junge. Ich habe noch nie so viele junge Menschen gesehen auf die Knie zu gehen vor Gott oder ganz auf ihrem Angesicht liegen. Wenn du mit diesen Menschen redest merkst du, dass sie Gott nicht persönlich kennen, sie sind auf der Suche. Wenn die Gemeinden diesen Leuten das Evangelium bringen würden, würden sie zu Jesus kommen. Die Menschen sitzen stundenlang da, sie wollen gar nicht mehr weggehen. Und als noch der Lobpreis anfing war es himmlisch, ich wollte gar nicht mehr weggehen. Etwas hat angefangen in Bratislava, das ich sonst nirgendwo so gespürt habe.

Ich war auch im Gottesdienst einer Freien Gemeinde. Da sind ständig Frauen nach vorne gegangen mit irgendwelchen Weissagungen, aber es hatte meinen Geist überhaupt nicht berührt. Ich dachte, was soll das Ganze, wenn es nur zu unsere Unterhaltung dient, solange die Gemeinde nicht da draussen ist, ist sie nicht glaubwürdig. Es gibt in Bratislava eine Gemeinde mit über tausend Menschen, aber kaum jemand kennt sie. Was soll’s?
Ich bin von Bratislava weggegangen mit der tiefen Überzeugung, ein Werkzeug zu sein für die Erweckung die irgendwie angefangen hat und zunehmen wird. Ich hatte bei keiner anderen Stadt dieses Gefühl so stark. Und wenn Gott will werde ich noch dieses Jahr wiedergehen, um zu helfen die Ernte einzubringen bevor sie verfault.

Da ich via Wien nach Bratislava gegangen bin, habe ich einige Tage in Wien verbracht, wo der Herr mich immer mehr nicht nur für Ungläubige sondern hauptsächlich für Gläubige gebraucht, um sie zu lehren, zu ermutigen aufzustehen. Als ich für sie gebetet habe, haben sie den Herrn erlebt. Die Herrlichkeit Gottes nimmt zu, wenn wir nicht für uns leben sondern für den König!

Ein junger Mann und seine Mutter kamen in die Wohnung, wo ich in Wien wohnte und riefen: Catherine, lehre uns kämpfen, wir wollen kämpfen, wir wollen nicht so weiter leben, wir wollen unseren Vater auch gerettet sehen! Am nächsten Tag, rief mich der Bruder an, sein Vater hat sich bekehrt!

Ich könnte vieles erzählen, ich kann je länger je mehr nur staunen über das was der Herr tut!
Ich möchte mich auch bedanken beim Christus für alle, dass sie mich mit Traktaten versorgt haben und für mich einen Schlafplatz gesucht haben. Die Leute in Bratislava und Wien sagten: wann kommst du wieder? Der Herr hat Türen geöffnet und ich bin erst am Anfang.

Bruder und Schwester, entscheide dich, wem du dienen willst, für wen du leben willst!

Der Friede Gottes in eure Ehen und Familien!

Catherine Hafner, eine Magd Jesu