stgeorg
Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Königreich zum andern. Er ließ keinen Menschen ihnen Schaden tun und wies Könige zurecht um ihretwillen:
»Tastet meine Gesalbten nicht an, und tut meinen Propheten
kein Leid!«.
  Ps 105,13-15

Israel


31. August 2006

Gesegnet sei, wer dich segnet, und verflucht, wer dich verflucht! 4. Mose 24:9

Liebe Geschwister,
man sollte meinen nach 20 Jahren Strassenmission hätte ich eine dicke Haut, aber es tut immer wieder weh zu sehen, wie der Antisemitismus, Antiamerikanismus und der antichristlicher Geist zunimmt überall aber speziell auch in der Schweiz. Nach den Terroranschlägen in New York hätten wir gedacht, jetzt wird die Welt das wahre Gesicht des Islams erkennen, aber es geschieht das Gegenteil, der Islam wird immer frecher, er droht unsere Regierungen, wollt ihr Frieden, dann lasst uns mehr Moscheen bauen wenn möglich mit Minarett. Die Menschen haben Angst vor dem Islam, so lassen sie ihre Aggression auf Israel los und auf die Christen.
Seit dem Irak Krieg nimmt der Antiamerikanismus zu, immer wieder fragen mich Leute über Busch, ob er der Antichrist ist, etc ... Ich verstehe nicht alles, was Busch tut, ich weiss nur wenn Amerika fällt wird das ein schwerer Schlag sein für das Christentum, aber vielleicht muss es geschehen damit Israel endlich merkt, dass nicht Amerika sie erhält sondern der Allmächtiger Gott.
Vor ein paar Tagen fragte mich eine ältere Frau: warum geschieht soviel schlimmes gerade dort, wo ja der König der Juden geboren wurde? Ich konnte ihr in Ruhe erklären warum. Gestern in Zürich hat ein älterer Schweizer diese Frage gestellt, als ich ihm sagte: der Islam hasst alles jüdische und christliche und will Israel zerstören, fing er an schrecklich gegen Israel zu wüten, die bösen Juden, ... man sollte sie ... die Schweiz hätte schon lange mit ihnen fertig gemacht ... ich konnte mit ihm nicht reden, er war zu aufgeregt, aber Gott sei Dank konnte ich mit jemanden der zugehört hat reden und er war sehr offen.
Geschwister, es ist so schön Gottesdienste zu feiern, wenn möglich noch jüdische Feste feiern, aber da draussen zu stehen für Israel und überhaupt für Jesus, kann uns bald das Leben kosten.
Ich will keine Angstmacherei betreiben aber ich möchte wieder darauf aufmerksam machen: Es kommt Verfolgung, vielleicht schneller als erwartet und wir müssen heute Entscheidungen treffen. Wenn für Juden und Christen Verfolgung kommt, bin ich bereit zu den Juden und zu Jesus zu stehen, egal was es für mich bedeutet? Warum sind nur wenige Christen Zeuge Jesu Christi? Weil sie nicht gern Spott haben! Aber versteht ihr bald wird es nicht nur um ein Bisschen Spott gehen sondern um alles. Heute wo die Sonne noch scheint, wo es uns noch gut geht, müssen wir in unseren Herzen Entscheidungen treffen, wenn die Bedrängnis kommt, werden wir kaum die Kraft dazu haben.
Seit Jahren wenn ich mit Menschen über Jesus rede, erkläre ich ihnen meistens auch die Rolle von Israel, weil die Menschen Fragen haben und warten bis jemand kommt und ihnen Antworten gibt. So erzähle ich ihnen in ein paar Minuten kurz die Geschichte Israels. Gott hat die Juden auserwählt als sein Volk nicht weil sie besser waren, es war Seine Auswahl und er hat ihnen klar gemacht: Wenn ihr mir treu seid und gehorsam, werde ich euch segnen und bewahren, wenn ihr mich aber verlässt wie alle anderen und Götzen anbetet, dann werde ich euch in die ganze Welt zerstreuen. Ihr werdet viel leiden, verfolgt werden, etc ... aber am Ende der Zeit werde ich euch zurückbringen und wiederherstellen ... seit 1948 existiert wieder der Staat Israel nach fast 2'000 Jahre Zerstreuung, darum wird diese Generation das Ende der Welt und den neuen Anfang erleben!
Die Wiederherstellung Israels bedeutet Geburtswehen für Israel. Weil die meisten Israelis gar nicht mehr an Gott glauben, lässt Gott verschiedenes zu damit Israel umkehrt zu seinem Gott und Messias. Jesus sagte, Er wird wiederkommen, wenn sein Volk ruft: Baruch haba, beschem Adonai! Gelobt sei der da kommt in dem Namen des Herrn! Bis Israel so weit ist, wird es noch viel leiden. Liest mal Sacharja 13,8+9 wie auch Sacharja 14, das steht noch bevor.
Es ist klar, dass Israel Fehler macht, auch täglich sündigt gegen Gott und Menschen genau so wie andere Nationen, aber trotzdem ist es das auserwählte Volk Gottes und der Herr hat einen speziellen Plan für Israel. In den letzten ca. 15 Jahren hat die Erkenntnis über Israel zugenommen. Viele Christen sind für Israel, aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass mindestens so viele Christen und Gemeinden gegen Israel sind oder einfach gar nicht verstehen um was es geht. Ein Pastor schickte uns kürzlich ein E-Mail mit einem Inhalt welches zeigte, dass er überhaupt nicht verstanden hat um was es geht und er ist ein pfingstlich-charismatischer Pastor!
Es gibt eine christliche Sondergruppe in der Ostschweiz, Hunderte und Tausende von Christen gehen zu diesen Versammlungen, aber wenn ich mit einer Schwester, die zu dieser Gruppe gehört über Israel rede, sagt sie: Israel ist eine Nation wie jede andere und nichts anderes! Welche Blindheit! Jesus, Gott der Mensch wurde, wurde als Jude geboren nicht als Schweizer und Jesus kommt zurück nicht nach Zürich sondern nach Jerusalem und von Jerusalem aus wird Er die Welt regieren! Wenn die Welt gegen Israel ist dann kann man es noch verstehen aber dass so viele Christen keine Erkenntnis haben ist schlimm. Als ich vor ein paar Jahren in einer evangelikale Gemeinde in Piräus etwas über Israel sagte, wollte mich der Pastor stoppen, nicht nur die Orthodoxe Kirche in Griechenland sondern auch Evangelikale und Pfingstler haben kaum Erkenntnis über Israel. Warum? Oft ist stolz dahinten wenigstens in Griechenland.
Geschwister die Verwirrung nimmt zu, wir müssen nur aufpassen, dass nicht auch wir von diesem Strudel mitgerissen werden. Wenn ihr mit Leuten redet, erklärt ihnen ein paar Sachen über Israel, dass Gott Israel nie verworfen hat, dass die Bibel sagt alle Nationen werden gegen Israel marschieren aber Gott wird die Feinde Israels zerschlagen. Ich sage oft: Menschen hassen Israel weil sie Gott hassen. Israel ist ein Zeichen für die Existenz Gottes.
Immer mehr sehe ich eine Trennungslinie durch das Volk in der Schweiz und in den Nationen, die Hälfte könnte man sagen öffnet sich für Gott, für das Evangelium und die andere Hälfte oder mehr sind immer mehr verstockter, wollen nichts mehr hören. Gott sei Dank gibt der Herr uns immer wieder offene Menschen und so werden wir ermutigt weiter zu machen.
Vor ein paar Wochen war ich in Wetzikon. Am Anfang war ich erschrocken über die Gottlosigkeit, aber der Herr gab mir 3 Punks, junge Frauen, drogensüchtig, die eine 18-jährig und schwanger, kaputte Menschen. Ich sprach mit ihnen, es ging hart auf hart, aber ich lasse mich gern herausfordern. Am Schluss sagte ich ihnen, sie sollen selber zu Gott rufen! Nach ein paar Minuten, ich war im Gespräch mit jemand anderem, sind die drei ganz erschrocken zu mir gekommen, wie kleine Kinder und erzählten mir, dass sie gerufen haben: Gott wenn es dich gibt ... in dem Moment kam ein Wind und löschte bei allen drei die Zigaretten aus. Dabei war es ein schöner sonniger Tag. Die Drei waren so verändert und wollten noch mehr wissen, unterdessen haben zwei andere junge Frauen gerufen: "Sie, kommen Sie auch zu uns?" Am Schluss konnte ich noch mit zwei reden, die in Magie verstrickt sind. Die eine hat geweint, als ich ihr die geistliche Welt erklärte und wie der Teufel sie verführt. Aber Jesus ist gekommen um die Ketten zu brechen!
In Juli als ich in Griechenland war bei meiner Familie, habe ich den Zug genommen und bin wieder nach Skopje gegangen für eine Woche. Am Tag habe ich das Evangelium den Mazedoniern und Albanern gebracht, am Abend ging ich mit Dave den Missionar und Übersetzer zu den Zigeunern, um ihnen das Evangelium zu bringen, für sie zu beten, sie zu lehren über Autorität, etc. Es ist einfach Apostelgeschichte unter den Zigeunern zu erleben, ihren Hunger und Durst zu sehen. Kranke werden geheilt, gebundene frei, wenn du für einen betest, kommt der Nachbar. Er will auch Gebet, etc. Am liebsten würde ich dorthin umziehen, aber meine Berufung hat mit der Schweiz zu tun und dann mit den Nationen.
Vor zwei Wochen war ich mit meinem Mann in Lichtenstein für 7 Tage Gebetsmarsch. Als ich vor ein paar Jahren mit Geschwistern dort war, konnten wir kaum mit jemanden über Gott reden, jetzt hat der Herr mir täglich Menschen gegeben, es gibt eine kleine Gemeinde von 20-30 Leuten in Schaan, aber die meisten Gläubigen gehen nach Buchs, Zürich, etc. es ist mein Gebet, dass der Leib in Vaduz merkt, dass der Herr einen Auftrag für sie hat dort an ihrem Ort, es geht nicht um konsumieren, es geht um Bauen.
Normalerweise faste ich drei Tage für jeden Ort, und der Herr gab mir schon am ersten Abend einige Träume. In dem einen sah ich ein Pferd galoppieren, es kam in meinem Zimmer, war ein mächtiges Pferd, goldfarben, als es hineinkam, sah ich, dass es erschöpft war, so nahm ich eine Schüssel und rief meinem Mann, dass wir ihm Wasser und Stroh geben sollten. Nachdem das Pferd das Wasser getrunken hatte wurde sein Gesicht verwandelt, es war das Gesicht eines Engels. Ich nahm das Gesicht in meiner Hand, habe es geküsst und gestreichelt.
Ich weiss, es geht in meinem Dienst nicht nur darum, dass da und dort einige Menschen geheilt, befreit, gerettet werden, sondern es geht darum, dass eine Bewegung entsteht, dass immer mehr Gläubige aufstehen und Kämpfer werden und dass Neue aus der Welt heraus kommen und auch zu dieser Armee dazustossen.
Ich bin erst am Anfang, wir werden eine Herrlichkeit sehen, die weder die Gemeinde noch die Welt gesehen hat, aber es kostet alles einen Preis. Als ich am 4. Dez. von Berlin zurückkam, sagte mir der Feind in dieser Nacht: "Weil du stark bist im Glauben und nicht aufgibst, wirst du und deine Mutter viel leiden. Nach ein paar Wochen hat eine unsichtbare Hand meine Mutter gepackt und ein paar Meter in die Luft geworfen, aber wisst ihr was? Meine Mutter ist 78, es ist ihr nichts passiert. Ich weiss, viele hätten aufgegeben nach solch eine Drohung, aber ich arbeite frisch, fröhlich weiter, weil ich weiss wer mein Gott ist! König über Könige, Herr über Herren, Satan soll sich fürchten, nicht wir. Vor ein paar Jahren fragte eine Schwester ob ich nicht den Kampf führen kann für ihren Sohn? Ich sagte, warum tust du es nicht? Sie sagte, ich habe Angst, es würde uns etwas passieren! Was für eine Lüge des Teufels, solange du Angst hast vor ihm, wird er mit dir spielen können. Weißt du nicht wer Jesus ist? Weisst du nicht wer du bist in Jesus Christus? Dann wären alle Seminare und Konferenzen und Gottesdienste umsonst! Wie lange willst du noch Gefangener sein, wie lange noch willst du seine Lügen glauben?
Wir sind in einem Kampf, diese letzte Zeit ist nur für Kämpfer sonst kannst du nicht bestehen! Sollte mir etwas geschehen, dann bin ich schneller im Himmel, Halleluja, aber ich weiss der Herr hat noch etwas vor, also ich werde leben solange Er es bestimmt hat.
Bruder und Schwester, trifft Entscheidungen solange ihr noch Zeit habt. Der Friede Gottes mit euch!

Catherine Hafner, eine Magd Jesu